Dass Queen-Gitarrero Brian May ein famoser Gitarrist und Sänger ist, wussten wir bereits. Sein Engagement als Tier- und Naturschützer blieb bis dato allerdings im Verborgenen. Wie spinner.com berichtet, ist Brian May auf den Dachs gekommen. Hintergrund ist ein Beschluss des walisischen Parlaments, der die gestreiften Waldbewohner zum Abschuss frei gibt. Angeblich sollen sie für die Verbreitung einer tödlich verlaufenden Form der Tuberculose bei Rindern verantwortlich sein, die im vergangenen Jahr zahllose Rinder dahinraffte. Nun sollen also die Dachse dran glauben und zu Tausenden das Zeitlich segnen, damit der schießwütige walisische Jäger endlich wieder sein heißgeliebtes T-Bone-Steak auf den Tisch kriegt. Nicht mit uns und vor allem nicht mit Brian May!
Der ist zur Rettung der Dachse sogar aus dem heimischen Studio ausgebrochen, um sich vor Ort über die Auswirkungen der Tuberculose zu informieren und sich mit Repräsentanten der walisischen Landwirtschaft zu treffen. Stephen James, den Vize-Präsidenten des Landwirtschaftsverbands NFU-Cymru, besuchte er sogar zu Hause und hörte sich seine Sicht der Dinge an.
Durch die Tuberculose-Epidemie, entstanden den Farmern Schäden in Millionenhöhe und brachte viele an den Rande des Ruins. Das gibt der Regierung laut May aber nicht das Recht, nun andere Tiere dafür verantwortlich zu machen und zu töten. “Dieser Beschluss steht in radikalem Widerspruch zu jeglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Töten der Dachse wird keinen Einfluss auf die Infektionsrate walisischer Rinder haben. Sie wird dadurch sogar noch weiter nach oben getrieben”, schrieb er in seinem Blog. Es würde ausreichen die Tiere gegen die Krankheit zu impfen, so May weiter.
Nun hat er mit “Save Me” sogar eine eigene Kamapagne aus der Taufe gehoben, mit der er aktiv gegen den Beschluss vorgeht und seinen prominenten Status für eine gute Sache einsetzt. “Ich möchte den Leuten die Augen öffnen und sie dazu bringen, ihre Priorität auf den Tierschutz zu verlagern und nicht darauf, welche Partei ihnen am Besten in den Kram passt.” Damit macht er sich freilich nicht nur Freunde, denn die verarmten Farmer sehen May nicht gerade als einen Repräsentanten der Arbeiterklasse. Auf der Webseite von Farmers Guardian schimpft Farmers-Union-Vize Brian Walters: “Es ist eine Verhöhnung der Leute, die mit den Folgen dieser Epidemie klarkommen müssen, wenn sich ein Rockstar-Millionär in die Sache einmischt, obwohl er keine Ahnung davon hat, wie dringend diese Epidemie bekämpft werden muss.”
May bleibt jedoch bei seiner Meinung: “Egal was heute oder morgen passiert, ich werde mich weiterhin für diese Tiere einsetzen.” Eins hat er schon mal erreicht: Laut BBC News wird sich Ende April ein Gericht der Sache annehmen.
Gut gemacht Brian und Waidmanns Heil!

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