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Bye, Bob!

bob_dylan-295x300Es dudelt schon durch die Musikblogs der Welt: Bob Dylan darf nicht in China auftreten. Nachdem der US-Songwriter (”Singer” ist er ja nicht wirklich) eigentlich schon die nötige Lizenz zum Auftritt in der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong zusammen hatte, hat ihm die Partei die Auftrittsgenehmigungen für Shanghai und Peking verwehrt. Dylan zog die Konsequenz und die Notbremse: Er sagte alle Konzerte in China ab.

Hintergrund der Absage war, so ließ Hongkong verlauten, dass Björk bei einem Konzert vor zwei Jahren in Hongkong lauthals skandierte, Tibet solle doch endlich seine Unabhängigkeit erklären. Nun ist Tibet ziemlich weit weg von Hongkong und die meisten Hongkong-Chinesen sind zumindest kapitalistisch genug, um das vielleicht sogar okay zu finden, die Parteiführung in Peking sieht die Sache bekanntermaßen etwas enger. Dementsprechend trat auch ein Jahr nach Björks Skandier-Skandal ein Gesetz in Kraft, welches es der Regierung erlaubt Künstler, die ihre Solidarität mit dem Dalai Lama bekunden oder anderweitig “die Gefühle der chinesischen Bevölkerung” verletzten, mit einem Auftrittsverbot zu belegen.

Tja, und weil Bob Dylan angeblich hauptsächlich wegen seinen (jetzt obsoleten) Gigs in China durch Asien touren wollte, hat er kurzerhand die Auftritte in Taiwan und Japan gleich mit abgesagt. Da werden die asiatischen Fans ganz schön sauer auf die Partei sein.

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