Gute Nachrichten an der Hardrock-Front: Nach fünf Jahren Pause haben die britischen Glamrocker von The Darkness ihre Wiedervereinigung bekannt gegeben. Das vermeldet das Musik-News-Portal Ultimate Guitar. Demnach haben Justin Hawkins (Lead-Vocals/Lead-Guitar) , Dan Hawkins (Rhythm-Guitar), Frank Poullain (Bass) und Ed Graham (Drums) einen Auftritt auf dem Download Festival im englischen Donnington bestätigt. Ein neues Album ist geplant.
“Vor ein paar Jahren hörten wir Gerüchte über eine Wiedervereinigung von The Darkness und kamen irgendwann jeder für sich zu dem Entschluss, dass das gar keine schlechte Idee wäre”, sagte Justin Hawkins dem Kerrang Magazine. Doch warum muss der erste gemeinsame Auftritt nach fünf Jahren gleich auf dem Download Festival sein? Schließlich ist das für eine nicht mehr eingespielte Band schon ein ziemlich gewagtes Unterfangen. Doch gerade dieser Druck scheint die Hauptmotivation dafür zu sein, dass The Darkness gleich so in die vollen gehen wollen. “Die Idee auf dem Download Festival zu spielen faszinierte uns. Wir spielten dort 2003 auf der Hauptbühne und hatten richtig Schiss. Es ist gut zu wissen, dass sich seit dem nichts geändert hat. Es ist das rockigste aller Festivals und der perfekte Ort für uns, um eine neue Phase unserer Karriere einzuleiten”, erklärt Hawkins.
Im Oktober 2006 berichtete die britische Boulevard-Zeitung The Sun, dass Justin Hawkins die Band auf Grund von Alkohol- und Drogenproblemen verlassen hat. Der Rest der Band machte unter dem Namen “Stone Gods” weiter, erzielte jedoch keine kommerziellen Erfolge. Auch der genesene Justin versuchte sich mit einem eigenen Projekt, dass sich “Hot Leg” nannte. Ebenfalls ohne durchschlagenden Erfolg. Da macht eine Neuformierung der alten Garde doch durchaus Sinn.
The Darkness stehen für bluesig-orientierten Hardrock mit Glam-Attitüde. Sänger Justin Hawkins hüpft gerne mal im Leoparden-Spandex über die Bühne, die Songs haben für gewöhnlich mindestens zwei Gitarrensolos und erzählen von Frauen, Frauen und Frauen. In ihrer Musik findet sich viel Aerosmith, viel Guns ‘N’ Roses und viel AC/DC. Das gilt auch für ihre ekstatischen Live-Auftritte, die seit jeher eine Rock ‘n’ Roll Show mit allen Klischees waren. Der penetrante Falsett-Gesang von Justin Hawkins hat mich allerdings immer etwas genervt. Gerade das erste Album Permission to Land (2003) war jedoch ein echtes Rock-Album, dass in der damaligen Musiklandschaft für viel Furore gesorgt hat und durchaus seine Highlights hatte. Der Welthit “I believe in a thing called love” lief bei MTV rauf und runter und fand sich im Fundus vieler Coverbands. Man darf gespannt sein, was man von dieser Band in Zukunft hören wird.
The Darkness [Live in Astoria Part I]
The Darkness [Live in Astoria Part II]

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