Köln rockt jetzt übrigens auch. Der Kölner Stadt-Anzeiger startet mit einem neuen Bandwettbewerb voll durch. Köln rockt eben. Wie die Frankfurter Rundschau gehört der Stadt-Anzeiger zum Verlag M. DuMont Schauberg. Bleibt also alles in der Familie – unter Geschwistern.
Der kleine Unterschied: “Köln rockt” richtet sich nicht nur an Coverbands. Teilnehmen dürfen alle – Selbstkomponierer, Coverbands, Solokünstler. 61 Acts haben sich schon angemeldet. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis Sonntag, 16. Mai. “Talentierte Bands sollen einfach die Chance bekommen, sich im Wettbewerb zu messen, auf sich aufmerksam zu machen – und dem viel zitierten Rock-Olymp möglichst viele Schritte näher kommen.” Das schreibt Peter Limbach auf der Internetseite des Stadt-Anzeigers.
Den Gewinnern winken außerdem attraktive Preise. Das Tonträger-Unternehmen Emi spendiert der Sieger-Band eine professionelle Studio-Produktion für eine Single. Der Kölner Music Store stellt einen Gutschein in Höhe von 500 Euro zur Verfügung. Der Kölner Stadt-Anzeiger ermöglicht den Siegern einen bezahlten Live-Auftritt und produziert mit seinem ksta.tv ein Band-Porträt.
Darauf ein Kölsch
Als Partner hat sich der Stadt-Anzeiger natürlich ein Bier ausgewählt. Und dieses, wie sollte es anders sein, kommt aus einer Geschwister-Brauerei der Binding AG: Sion-Kölsch. Sion stellt die Clubs und Hallen – allesamt Vertragspartner der Brauerei – für die Konzerte zur Verfügung. „Kulturelles Engagement, etwa in der Kölner Musik- und Kleinkunstszene, hat bei Sion-Kölsch eine lange Tradition“, sagt Marketing-Leiter Uwe Helmich.
Acht Vorrundenkonzerte mit je vier Bands haben die Kölner geplant. Die Halbfinal-Konzerte steigen am Samstag, 9. Oktober, im Spielplatz und am Samstag, 16. Oktober, im Hard Rock Café. Das große Finale ist für den Samstag, 30. Oktober angesetzt. Ab 17. Mai können Musikfreunde im Internet abstimmen, welche 32 Bands oder Einzelkünstler in die Liverunde einziehen sollen. Die Online-Abstimmung zählt zu 50 Prozent. Die andere Hälfte steuert eine Jury bei, in der unter anderem Klaus „Major“ Heuser sitzt. Der ehemalige Gitarrist und Songschreiber der Gruppe BAP gibt auch gleich einen guten Tipp für die Bewerber bei Köln rockt:
Nicht darum scheren, was in den Hitparaden angesagt ist. Mutig sein. Durch solche TV-Formate wie Deutschland sucht den Superstar entsteht der Eindruck, dass Musiker all den etablierten Künstlern nacheifern sollen. Die müssen da so singen, wie ein Dieter Bohlen sich das vorstellt. So aber kann doch nichts Neues entstehen.
Das hört sich ja schonmal gut an. Köln rockt ist aber nicht nur für Klangkünstler aus Köln und dem Umland gedacht. “Wer immer auf diesem Planeten von dem Wettbewerb erfährt – sei es über unsere Internetseite oder durch Freunde und Bekannte – kann teilnehmen”, schreibt Peter Limbach.

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