Was ist da schon wieder los bei den Leuten vom Privatfernsehen? Erst schießen sie sich über Jahre hinweg auf junge Menschen als einzig wahre Zielgruppe ein. Dann merken sie plötzlich, dass es ja eigentlich viel mehr ältere Menschen gibt als junge Hüpfer und schwenken um. Um jetzt doch weider einen Rückzieher zu machen?
Sat.1 – nach RTL sicher unser Zweitlieblings-Sender – verschiebt jedenfalls seine rockende Rentner auf einen späteren Sendeplatz. Nach nur einer Ausgabe. Weil’s die ganzen Teenies wohl nicht so interessiert hat. Oder weil das Wetter zu gut ist? Die Doku-Soap Rock statt Rente läuft ab Mittwoch, 11. August, nicht mehr um 20.15 Uhr, sondern um 22.15 Uhr. In der sechsteiligen Doku begleitet Sat.1 einen 25-köpfigen Seniorenchor.
„Wir sind zuversichtlich, dass die Sendung auf diesem auch sehr guten Sendeplatz besser ankommt“, sagt Sat.1-Sprecherin Diana Schardt auf Anfrage der Presseagentur ddp. Also der Auftakt am vergangenen Mittwoch ist verheerend gestartet. Ob da ein späterer Termin wirklich mehr Leute anlockt? 1,5 Millionen Zuschauer haben die Show eingeschaltet, was einen Marktanteil von 5,4 Prozent entspricht.
Beim ach so werberelevanten Publikum der 14- bis 49-Jährigen waren 700 000 Zuschauer dabei (6,6 Prozent). Also doch kein Paradigmen-Wechsel beim Fernsehen. Wenn die jungen Leute nicht zuschauen, ist die Sendung nix wert. Nun also zwei Stunden später das Ganze. Auf dem 20.15-Uhr-Sendeplatz programmiert der Sender Doppelfolgen der Serie Mit Herz und Handschellen. Juhu.

Kommentiere diesen Artikel















Die sollen liebr mal was über echte Rockmusiker bringen, die in Rente sind als so ein künstlicher und gecasteter Scheiss ….
Mensch Pete, Du nimmst mir wieder jede Hoffnung. Sollten wir das nächste Linsenrock noch einmal auflegen, wollte ich als Eröffnung eigentlich mal auf so eine “Grufti-Group” als Anheizer zurückgreifen. Ich kann doch nicht warten bis wir mal in Rente sind, da haben doch die ganzen willigen Linsenrockgänger auch bereits einen Bandscheibenvorfall
.
@ Paul: den haben auch schon jüngere (siehe unser Drummer mit seinen 25 Jahren)