Wichtige BOBs von links: Marketingleiter Nico Hollbauer, Fußballfachmann Benjamin Zinke, Programmchef Thorsten Scholz und Moderator Sven Distel.
BOB wohnt in einem ganz normalen Bürogebäude am Ständeplatz in Kassel. So ein Bürogebäude sieht ja nicht sonderlich aufregend aus. Dieses hat wenigstens ein spannendes Schild am Eingang: RADIO BOB steht da. Spannend ist das, weil es einen ersten Hinweis bietet, dass es im Innern des Hauses mehr gibt als Flure, Akten und Arbeitsräume. Es gibt dort eine Heimat. Nicht nur für BOB, den Radiosender. Es ist eine Heimat für alle, die sich schon immer einen ordentlichen Rock-Radio-Sender gewünscht haben.
Gut, Flure, Akten und Arbeitsräume gibt es auf den zwei Etagen von RADIO BOB auch. Nur irgendiwe gemütlicher. Hektik und Stress sehen zum Beispiel ganz anders aus. Zumindest nicht wie der gemütliche Sitzsack mit BOB-Logo im offiziellen Konferenzraum. „Setzen Sie sich bloß nicht da rein“, sagt eine Mitarbeiterin warnend. Der Grund: „Da kommen Sie nie wieder raus, so gemütlich ist der.“ Offensichtlich hat da jemand schon Erfahrungen mit gemacht.
Motivierte Mitarbeiter
Auffällig ist auch: Bei RADIO BOB hören die Mitarbeiter gerne Radio. Genauer gesagt: RADIO BOB. Volle Identifikation mit dem Arbeitgeber also. „Manchmal drehen wir lauter, wenn uns ein Lied besonders gut gefällt“, erzählt Benjamin Zinke, Redaktions-Manager und Moderator der Sportsendung „Nachspielzeit“ am Samstag. Zinke ist ein junger Mann, aber eigentlich schon ein Relikt. Er hat bei BOBs Vorgänger gelernt, bei Sky Radio. Nach dem Volontariat ist er geblieben, als BOB in dies alten Sky-Räume eingezogen ist. „Ich habe es nicht bereut“, sagt er.
Zinke ist einer von 60 radioverrückten Mitarbeitern, die BOB on Air, also via Rundfunk zu den Menschen bringen. Fünf weitere BOBs ziehen demnächst nach Frankfurt – in die neue Außenstelle des Senders im Rundschau-Haus am Südbahnhof. Das ist aber nicht der einzige Punkt, wo sich Frankfurter Rundschau und BOB nahgekommen sind. Der Radiosender ist binnen kürzester Zeit zum wertvollen Medienpartner für Hessen Rockt geworden. BOB rührt kräftig die Werbetrommel in der Bewerbungsphase. Außerdem werden sich die Teilnehmer der Liverunde im Radio wieder finden.
It’s only Rock’n'Roll – but I like it
„Live-Musik ist für RADIO BOB seit Sendestart ein wichtiger Bestandteil im Programm“, sagt Thorsten Scholz. Der ist Programmchef bei BOB, quasi der Ober-BOB. Der 40-Jährige war selbst jahrelang Mucker, hat in verschiedenen Bands Keyboards gespielt und gesungen. Kein Wunder also, dass Scholz Live-Musik für ein Kulturgut hält, das gefördert gehört. „Die Frankfurter Rundschau zeigt mit Hessen Rockt nun schon zum fünften Mal, wie professionell ein musikalischer Wettbewerb gestaltet werden kann. Ein Wettbewerb, in dem Musiker ernst genommen werden und eine breite öffentliche Plattform bekommen.“
RADIO BOB fördert ja selbst mit BOBs Frischlingen junge Bands, die „ohne großes Label, großartige Musik machen.“ Der Sender versteckt die Talente nicht irgendwo unter ferner liefen. Sie laufen tatsächlich im Radio, wochentags kurz vor 20 Uhr. Rund 600 Gruppen haben sich bereits angemeldet, sogar Bands aus Texas und Chile sind darunter. „Die machen ein Event draus, treffen sich zum Grillen und feiern, weil sie in Deutschland im Radio laufen“, erzählt Scholz. Alle zwei Wochen erscheinen zwölf Frischlinge auch als Podcast.
Der Name ist Programm
Seit Dienstag, 5. August 2008 sind die BOBs auf Sendung. Mit der Arbeit an der Marke haben die Gründer aber ein ganzes Jahr vorher begonnen. Sie haben eine Musikstrategie entwickelt, Personalfragen debattiert und sich intensiv mit der Namensgebung befasst. 80 Vorschläge haben die Paten geprüft bis sie dann auf BOB gekommen sind. Eine gute Wahl, findet Marketingleiter Nico Hollbauer, noch so ein radioverrückter Ober-BOB. Der Name sei, nun, eben wie ein echter Name. „Wir haben die Marke personalisiert“, versucht Hollbauer das Phänomen zu erklären. „BOB spricht selbst zu seiner Zuhörerschaft.“ Die Folge: „BOB ist wie ein Kumpel, der zu uns nach Hause kommt.“ Das sagen zumindest viele der Hörer.
Im Fokus steht aber immer: Die Musik. „Wir trauen uns da viel, was andere noch nicht gemacht haben“, sagt Hollbauer. Zum Beispiel senden die BOBs auch mal eine ganzes Konzert am Stück: zwei Stunden Livemusik. Oder stellen eine ganze CD einer Band vor. Oft spielt der Sender auch mal einen Album-Titel, der nie als Single erschienen ist. Es ist die Liebe zur Rock und rockigen Popmusik, die BOB unverwechselbar macht. Allerdings ist die klare Ausrichtung nicht einfach Zufall. Ein bisschen Kalkül steckt auch dahinter.
BOB ist kein Spaßradio
In den Jahren 2000 bis 2008 sind die Hörerzahlen fast aller Radioprogramme gesunken. Davon sind die BOBs weit entfernt. Sie haben ihre Nische gefunden. Ihre Hörerschaft ist klar definiert: natürlich über die Musik. Aber auch über andere Punkte: „Wir sind definitiv auch männeraffin“, sagt Scholz. Kumpel BOB muss sich nicht verrenken, um eine bestimmte Frauenquote zu erreichen.
Außerdem greift BOB Themen auf, „die man einem Privatsender nicht unbedingt zutraut“, findet Scholz. Bei BOB kommen auch politische oder gesellschaftsrelevante Dinge zur Sprache – im Sendprogramm, wie im hauseigenen Blog. „Wir wollen nicht alles auf Teufel komm’ raus bespaßen“, sagt Scholz. „Das machen wir natürlich auch, wir sind gerne lustig.“ Aber Spaß und Ernst gehören bei BOB zusammen.
Auch deshalb hat der Sender dreimal in Folge an Hörerzahlen zugelegt. Haben anfangs im Durchschnitt 14 000 Musikfreunde pro Stunde dem Programm gelauscht, waren es ein halbes Jahr später bereits 27 000 Hörer. Die jüngste Media-Analyse hat nun 41 000 Hörern gelistet. Bester Beleg dafür, dass BOB einiges richtig macht. Und ein gutes Gefühl. Wer seinen Lieblingssong bei BOB hört, ist nicht alleine. Auch wenn er irgendwo fernab der Heimat im Auto unterwegs sein sollte. Das Lied und die Emotionen, die es erzeugt; den schönen Moment, teilen sich Tausende von Radiohörern im ganzen Land. „Das“, sagt Scholz, „ist die Magie des Radios.“

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Liebe Leut´,
Ich kann mit Freude sagen, daß ich ein Radio Bobber der ersten Stunde bin. Seinerzeit anfang August machte mich eine Werbeplakatwand neugierig und ich betätigte meinen Sendersuchlauf ( was eigentlich nie vorkam, da ich immer, ich sachs jetzt mal, zwischen HR3, HR1 und AFN herumswitchte ).
Seither ist Bob auf der Taste 1 und wird kaum umgeschaltet. Auch zuhause ist er mittlerweile im Küchenradio angekommen und begleitet mich so, fast den ganzen Tag.
Radio ‘Bob trifft bei mir, wie bei den meisten Zuhörern, den Musikgeschmack ins Schwarze und da es bis Dato bei uns noch nichts vergleichbares gab, wird Radio Bob auch weiterhin für mich der Renner bleiben.
Außerdem, finde ich, ist damit auch endlich der passende Radiopartner für Hessen rockt gefunden.
Weiter so!!!!!!!!
Kongräät!
So isses bei mir auch. Ich fand auch die zu Beginn doch oft recht holprige Moderation sehr charmant
RadioBob Roooockt!
Weider so!!!
Gruß
Onkel Lü