Nach dem Wochenendauftakt in Michelstadt, stand gestern das Knubbel in Marburg auf dem Programm. Die Wohnzimmer-Location in der schönen Studentenstadt ist seit nunmehr 29 Jahren Anlaufstelle für Musiker, Dartspieler und Leute, die mit Musikern und Dartspielern zu tun haben. Betreiber Peter Kegelmann ist darüber hinaus der weltbeste Brötchenschmierer- und beleger. Beste Vorzeichen also für ein (musik)-kulinarischen Abend.
Die ersten Feinschmecker kamen bei der ersten Band, Käuflich, auf ihre Kosten. Mit drei Mann zimmerten sie eine Stimmung und einen Sound ins Knubbel, dass einem schwindelig wurde. Wenn man bedenkt, dass hier “nur” drei Herren, bewaffnet mit Bass, Schlagzeug und Akkustikgitarre, auf der Bühne standen ist diese Leistung sogar noch höher einzustufen. Das legendäre “Tribute” von Tenacious D fand hundertfach Mitsänger. John Butler’s “Treat Yo Mama” slidete sich durchs Publikum und erzeugte, vor allem bei Kennern, Gänsehaut. Das ist überhaupt das Beste an dieser Band: Sie spielen vermeintlich unbekannte Kompositionen, schaffen es aber trotzdem Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen – auch bei denen, die John Butler und andere weder kennen noch studiert haben. So macht und lebt man Musik. Mein persönliches Highlight war das wahnwitzige Medley aus 33 Songs aller Couleur über sagenhafte vier Akkorde. Das sollte man mal aufnehmen und für die Nachwelt erhalten.
Sounds Like stammen aus Friedberg in der Wetterau. Dort hört man gerne Green Day, Pink, Evanescence und Liquido. Und vor allem – man hat unfassbar viel Spaß auf der Bühne. Diese noch junge Band brannte jede Sekunde ihres Auftritts und zwar durch die Bank. Jeder Milimeter, der kleinen Knubbel-Bühne wurde genutzt. Der geneigte Zuschauer merkte: Hier stehen sieben Freunde auf der Bühne, die wahrscheinlich ohne ihre Instrumente genauso viel Spaß hätten wie mit. Diese Konstellation hat man, wenn die Chemie stimmt und diese Chemie überträgt sich auf das Publikum. In puncto Emotion und Spaß können sich hier zahlreiche, erfahrerenere Bands eine Scheibe abschneiden: Wer so auf die Bühne geht, bekommt positive Resonanz und erntet jede Menge Applaus. Das Einzige was dieser Band noch ein wenig abkommt, sind (logischerweise) Erfahrung und rhythmisch-gesangliche Präzision. Aber die wird auf jeden Fall kommen, schließlich haben Sounds Like noch jede Menge Zeit bis zur Rockerrente.
Das was Sounds Like noch fehlt, haben die SuperPhonix. Die Truppe mit der vierstimmigen Mega-Gesangsfront vereint musikalische Präzision mit der Erfahrung einer Band, die schon viele Male zusammen gespielt hat. Alles passt, alles groovt, keiner tanzt aus der Reihe. Darf man auch nicht bei dieser Art von Musik, denn Kompositionen von Mother’s Finest und Lisa Stansfield müssen grooven und leiden extrem, wenn ein Bandmitglied querschießt. Das ist bei den SuperPhonix nie der Fall gewesen. Wie ein Uhrwerk arbeiteten sie sich durch die Stücke. Sowas läuft manchmal Gefahr langweilig zu werden – dagegen hatten die Gießener allerdings ein gutes Rezept: Sie wichen vom gängigen Soul-Funk-Format ab und vertonten den White Stripes-Gassenhauer “Seven Nation Army” in ihrer Version. Das ist zwar eigentlich eine Rocknummer, aber sie fügte sich optimal in den Sound der Band und wirkte keineswegs wie ein Fremdkörper. So geht’s wenn man ins erste Halbfinale am Samstag, 3. März 2012 will. Denn wir suchen hier ja, entgegen der Behauptungen mancher, tatsächlich die “beste Coverband Hessens” und das muss nicht zwingend eine Rockband sein.
Apropos Rockband: Als Viertes spielten The Meadowbrooks aus Biedenkopf und präsentierten ein erlesenes Rockprogramm: “Highway Star” von Deep Purple, “Ace of Spades” von Motorhead und das großartige “Suck My Kiss” von den Red Hot Chili Peppers ließen besonders die Rockgourmets der alten Schule aufhorchen. Mit Incubus “Drive” bediente man dann aber auch poplastigere Formate. Besonders auffällig waren zwei Dinge: Erstens, der Leadgitarrist spielte dem Teufel ein Ohr ab – Hut ab vor dieser Leistung – zweitens, die Band stand hundertprozentig hinter der Musik, die sie machte. Jede einzelne dieser Nummern läuft mit Sicherheit auch öfters im heimischen Player von Biedenkopf Rock City. Vielleicht hätte man die Spannungskurve im Set ein wenig anders schlagen können, um das Publikum nicht gleich mit Fünf-Sterne-Songs zu verwöhnen, sondern erstmal mit Drei-Sterne-Songs ranzuziehen und abzuholen. Trotzdem, tolle Leistung, besonders die Chickenfoot-Nummer.


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War nen Klasse Abend gestern. Hatte echt viel Spaß. Und die Bands waren durchweg Klasse.
Auch wenn nur bei einer Band fast die Dielen durch die Feierstimmung durchgebrochen wären. (Ich sag nur Nanananana : )
Aber an Kritik komm ich nicht vorbei:
Zitat dieses Artikels: ” Denn wir suchen hier ja, entgegen der Behauptungen mancher, tatsächlich die “beste Coverband Hessens” und das muss nicht zwingend eine Rockband sein.”
Dann sollte man aber auch nicht ausschließlich mit der Rockmusik Werbung machen.
Überschrift eines Artikels der Frankfurter Rundschau vom 02.01.2012: “Aus Tradition Rock.”
Und der erste Satz lautete: “Gute Rockmusik und gutes Bier gehören einfach zusammen”
Und wenn ich an die doch eher zurückhaltende Reaktion des Publikums (die wohl lieber ne Rockband im Halbfinale gesehen hätten) gestern bei der Verkündung des “Siegers” denke, sollte die Hessen rockt Crew wohl doch mal über ne Umbenennung des Wettbewerbs nachdenken.
Denn Funk und Soul passt einfach nicht.
Auch wenn die SuperPhonix auf ihren Gebiet echt gut sind.
Im diesen Sinne: “Schuster bleib bei deinen Leisten.”
Hi Roadie. Freut mich, dass du gestern Spaß hattest, den hatten wir auch. Die beste Band muss aber keine Rockband sein.
Hessen soult und funkt hört sich nun mal scheiße an. Genauso wie Hessen Jazzt oder Hessen indiet. Gleiches gilt für “Aus Tradition Funk & Soul”. Also nicht alles unbedingt immer so wörtlich nehmen. Diesen Wettbewerb hat 2007 schon mal eine Band dieser Art gewonnen – und das war kein Fehler. Hier geht es nicht nur um Rockbands.
Hessen rockt = Hessen ROCKT
Und nicht Hessen soult
Ansonsten bin ich für : Hessen Covert !!!
Demnächst steht da ein dj und macht Musik
dd
SuperPhoniX – das passt genau ins “Beuteschema”! Ich tippe mal, das sind heiße Favoriten für den Sieg, denn mit der Mucke wird ein breites Publikum bedient und damit ist die Band bestens prädestiniert, als HR-Band dann “on tour” zu gehen.
Alles alte KAMELLEN, die schon vor 5 Jahren ausdiskutiert worden sind.
Es sollten endlich mal die Bands aus dem Wettbewerb entfernt werden, die zumx-ten Mal dabei sind und in der Batschkapp die Plätze für neue BAnds blockieren.
Nix gegen JB and the 69ers, aber es nervt langsamt etwas. Das gleiche gilt für Was’n, Jabbah, X-it aka Gunther Gabriel aka Friske Fiske etc.pp. Fehlt nur noch das das Linsengericht mit dem Leihsänger wider auftaucht
…ich fands geil
Ich enthalte mich mal.
Hab genug zu kämpfen gehabt,dass wir trotz der geilen Stimmung und des geilen Publikums,was von Anfang bis Ende mit uns gefeiert hat,nicht das geschafft haben,was unser Ziel,bzw.unser großer Wunsch war.
solange es nur etwas nervt, gehts ja. wir haben uns in den vergangenen drei jahren schon etwas verändert und wollten es einfach nochmal wissen. na und?!
Pete hat recht, der Streit über Rock, Funk, Soul , HipHop usw. Ist so gestrig und so superdeutsch. Jeder Ami oder Brite würde sich totlachen. An so einem streit beteiligen sich nur alte Säcke und schlechte Verlierer.
Ich sags nochmal: COLIN, ich habt das einfach geil und super gemacht-GLÜCKWUNSCH!!!
@ Basti: (…) Hessen soult und funkt hört sich nun mal scheiße an. Genauso wie Hessen Jazzt oder Hessen indiet. (…) Stimmt Basti! Selbst “Hessen covert“ träfe nicht den Kern des Spektakels oder eines der Beurteilungskriterien und leider ist der Slogan “Hessen lacht zur Fassenacht“ als Markenzeichen auch schon erfolgreich in Gebrauch. Mein Vorschlag wäre: „Hessen bockshornt – wir suchen Hessen beste Stimmungskanonen mit gutem Spannungsbogen und fulminantem Abgang“.
@ Fishi: In Anlehnung an die Oscar-Verleihungen bekämt ihr von mir den Titel für die beste Nebenrolle in der Kategorie Rock-Musik verliehen.
Hahaaaa, da war er doch “wider”, mein Linsengerichter Gewissen und Leihronnie. Wer sollte denn deiner Meinung nach noch alles aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden, damit deine Band endlich mal die Vorrunde überlebt?
Das ist ein Wettbewerb, Junge! Solange es “die Neuen” nicht drauf haben, an “den Alten” vorbeizuziehen, solange haben diese im HF oder F auch nix zu suchen. Und selbst das ist schon wieder Quatsch, denn für eine “neue” Band ist es kein Beinbruch, die Vorrunde nicht zu überleben. Für einen früheren Finalteilnehmer und/oder Gewinner ist das schon eher ein Prestigeproblem. Deshalb Hut ab vor Colin, Patrick, Bubi, Spike, Jan, Geo, Werner, etc.pp.
Solange dieser Contest noch existiert und die Richtlinien nicht zu deinen Gunsten verändert werden, behält sich auch “das Linsengericht” vor, irgendwann mal wieder mit ihrem Leihsänger daran teilzunehmen.
Hallo Leute,
wir (Käuflich) fanden den Abend Klasse. Die Stimmung war durchweg super. Und man kann ja bekanntlich über Geschmack streiten. Klar wären auch wir sehr gerne eine Runde weiter gekommen aber man muss in diesem Fall neidlos anerkennen das die Superphonix eine super Band sind. Wir hoffen nur das wir der Jury die Entscheidung echt schwer gemacht haben.
Vielleicht bis nächstes Jahr in der neuen Version Hessen Rockt VIII
Grüße von Käuflich
mein Fazit: auch wenn ich nicht damit gerechnet hätte für mich hat die beste Band des Abends gewonnen! Sehr breit gefächert, unheimlich super Leistung, Hammerstimmen… war erst skeptisch wie das ins “konzept passt denn alle anderen waren ja schon eher ausschließlich auf der rockigeren Schiene aber dennoch hat SuperPhoniX auch gut “gerockt”
ein anderer großer Favorit für mich war käuflich! Super sympathisch, auch ziemlich genial gemacht soviele Lieder in einen Teil zu packen!
))
Ich finde es ist halt auch immer ne Geschmackssache man sollte die Entscheidung akzeptieren! Ich persönlich fands “unsportlich” das einige ihrem Unmut kund taten in dem sie die Sieger des abends ausbuhten! Sorry, sowas geht echt nicht!
Moin,
wer sich hier beschwert, die ein oder andere Band würde nicht in den Wettbewerb passen, sollte sich zunächst einmal mit dem Begriff der Rockmusik auseinandersetzen…
Ich persönlich fand Käuflich sehr gut, mit 3 Leuten einen solchen Klang zu erzeugen… Respekt!
Sounds Like fand ich (ganz persönlich) weniger gut. Potenzial ist auf jeden Fall da, aber vielleicht war es etwas zu früh für den Wettbewerb.
SuperphoniX waren der Knaller. An sich gar nicht meine Musikrichtung, aber als Musiker muss man ihnen einfach zugestehen, dass sie verdammt gut sind.
Mein Eindruck war auch, dass sie beim Publikum sehr gut angekommen sind.
The Meadowbrooks konnte ich leider nicht mehr sehen, da ich noch andere Verpflichtungen hatte und ursprünglich davon ausging, dass es eine Stunde früher losgeht.
Unter den Gesichtspunkten eines Contests war mein Favorit der Bands 1 – 3 SuperphoniX, auch wenn mein Geschmack mich eher zu Käuflich gezogen hätte.
Schade, dass ich die letzte Band nicht mehr gesehen habe
Schön hier. Alles gut! Bisher sind die Entscheidungen doch offenbar regulär ausgefallen. Glückwunsch an die Halbfinalisten! Auch Glückwunsch an die Jury, die offenbar nicht nach Ihrem Geschmack, sondern nach bestimmten und richtigen Kriterien entscheidet. Das ist mit Sicherheit nicht einfach…
…rockt- oder soult schön weiter!
@Roadie
Was stimmt an diesem Satz nicht?
“Gute Rockmusik und gutes Bier gehören einfach zusammen”
Muss es richtig heißen “gute Stimmungsmusik usw.“ oder eher “ Also nicht alles unbedingt immer so wörtlich nehmen und gutes Bier gehören zusammen?“
Wobei Bast kürzlich noch meinte, (…)aber langsam klingt mir das ein bisschen zu viel nach Bundestag und ein bisschen zu wenig nach Rock ‘n’ Roll.“
Andererseits, z.B. “ One Bourbon, One Scotch, One Beer“ vor dem Adler-Logo in Popolski-Art zu covern, hätte wiederum eine erstklassige realsatirische Qualität und Stimmung auf allen Rängen zur Folge.
Jede hessische Livemusik-Kneipe mit einem Open Stage Angebot für Leute, die mal vor Publikum spielen wollen, bietet mehr an musikalischer Qualität und Vielfalt. Und zwar deswegen, weil vor diesen Bühnen kein Sponsorenfilter aufgebaut ist, dessen Öffnungen von einem gedungenem Publizisten nach vorgegebenem Beuteschema synchronisiert werden.
Da habe ich ja eine schöne Diskussion ausgelöst, war eigentlich nicht meine Absicht. Aber wenn man Hessen rockt hört oder liest, dann glaubt man jedoch auch guten Rock zu hören und nicht all dies andere wie Soul und Pop u.s.w. Das ist wie wenn man in den Supermarkt geht, eine Packung Nudeln will und dann welch eine Überraschung Reis drin wiederfindet. Ich gehöre nicht wie einige hier denken zu den Verlierern, denn ich nehme garnicht teil. Vielleicht sollte man wirklich mal über eine Namensänderung nachdenken. Vielleicht “HMC” = Hessen Musician Contest oder ähnlich.
Ich fand den Abend im Knubbel schon bombig und ich danke allen,die mit uns Party machten und uns den Abend zu einem unvergesslichen Erlebniss machten.Sicher ist man enttäuscht,wenn man nicht das Ziel erreicht hat,was man sich vornahm,aber wie heisst es immer so schön:”Der Bessere soll gewinnen”.
Tja,auch wenn es in der Hinsicht mit dem Slogan “Hessen ROCKT” nicht viel gemeinsam hat.
Habe mir die Bands nochmal angesehen und da haben sich zu 99,9% auch nur jenige angemeldet,welche sich der Rockmusik verschrieben haben.
Es wirkt ein wenig irritierend,wenn man sich den Namen nochmal durchliest,weil man Hessen rockt! nunmal sehr schnell mit Rock verbindet.
Letztendlich aber liegt die Entscheidung bei der Jury,wen sie lieber sehen möchten und dieser Entscheidung mussten sich die Rockbands beugen an diesem hiesigen Abend.
Superphonix sind zweifellos eine stimmgewaltige Gruppe,gegen die man nur sehr sehr sehr schwer ankommt.
Alles Gute an die Jungs und Mädels und viel Spaß euch bei Hessen rockt!
Rock on Leute
Nee nee,
jedes Jahr aufs neue die Namensdiskussion….
Macht euch mal keine Sorgen, es bleibt bei “Hessen Rockt”…. und btw:
Auch wenn mal ne Soul Band weiterkommt haben manch andere Formate eher schlechte Karten… das liegt aber nicht am Namen sondern an der subjektiven Einschätzung der Jury.
Schaut man sich an wer so in der Jury sitzt kann man sich ja eigentlich schon denken welcher Musikstil bei den entsprechenden Personen am besten ankommt… und das ist jetzt noch nicht mal böse gemeint. Es ist ja klar das jeder seinen Geschmack hat… und wenn dieser halt eher zu hard rock tendiert ist man halt dann vieleicht doch eher abgeneigt die Jazz Band zu wählen….
Was man nicht so alles sieht, wenn man abends mal wieder in den Blog guckt.
Mehrere Dinge fallen auf:
1. Der Jeronimo hat mal wieder seine Pillen nicht genommen.
2. Fischi hat gerade ein Beispiel für Fairness geliefert. Daumen hoch. Und danke.
3. Der Beobachter hat noch nie ein Bild von mir gesehen.
Gruß und schönen Abend!
Na, bisher schein ja alles im grünen Bereich zu sein. In der Schanz bin ich auch wieder dabei, mal sehen was da so abgeht.
Also eins muß ich noch loswerden….
Passt auch grad zum Thema Namensgebung.
(Da ja hier bestimmt auch der ein oder andere der Bindingbrauerei mitliest.)
Ich bin ja bekennender Radebergertrinker.
Und ich muß sagen das neue Bier von Binding schmeckt ja auch mal richtig gut. Aber BITTE liebe Bindinger, überlegt euch das nochmal mit dem Namen des ADLER Pils.
Die hinter der Theke in den Kneipen muß man ja sowas von im Auge behalten das die einem nich ein RADLER vorsetzen.. Da artet das Bier holen, bei etwas lauter Musik, ja zur Arbeit aus.
(weiß ja nicht ob das bloß mir so geht?)
Ich persönlich hab mich zwar mit den Thekenpersonal auf Hühnerbrühe geeinigt aber als offizieller Name ist das vielleicht nicht umbedingt das wahre.
Prost
@ Basti: Jetzt schon?
Pardon lieber Basti, irgendwie scheinst Du eine besondere Neigung zu Fehleinschätzungen zu haben. Was rät Dir Dein Arzt, von dem Du Letzt sprachst, sonst noch so, wenn Du z. B über Deine eigenen Widersprüche stolperst, die schwer zu bagatellisieren sind? Nicht auszudenken, die Konfliktsituation in die Du geraten würdest, wenn eine gute Band wie Superphonix, gegen eine ernsthafte Konkurrenz eines anderes Genres hätte antreten müssen. Fischi ist sehr fair – keine Frage und verständlicherweise enttäuscht, aber enttäuscht sollte sie eher von den Umständen sein unter denen sie antreten musste.
Jeronimo aus dem Cadillac? War mal ein cooler Rockschuppen in Mörfelden….was hier wieder los ist…..in Marburg war ich nicht dabei, aber in Micheltown, und da haben sich doch glatt die “Langweiler” von JB69 durchgesetzt….aber der Reihe nach.
Hessen Rockt (Namenskonvention): Wie Pete schon gesagt hat, ein alter Hut, es ist nur der Name für das Baby, kein Hinweis auf auszuschliessende Musikrichtungen von Coverbands. Bei “Rock am Ring” spielen meines Wissens auch einige “Nicht-Rock-Acts”, also bitte erst mal dort das Eintrittsgeld zurückfordern. Im letzten Metal Hammer gab es allein für die härtere Gangart der Rockmusik 15 Kategorien mit insgesamt 36 Unterkategorien aller möglicher Spielarten der verzerrten Töne. Wo soll denn abgegrenzt werden?
Jury: Bei den ersten 2 Entscheidungen absolut nachvollziehbar, war beide Male anwesend. Ich stehe absolut nicht auf die Hosen und die Ärzte, aber die Jungs haben echt “gerockt” (ist ja schon ein eingedeutschter Begriff, der Hansi Hinterseer rockt den Stadl ja auch), und damit verdienter Sieger.
In M-stadt waren die Beatles-Mannen musikalisch top, keine Frage. Die Time Bandits hab ich so auch schon vor 20 Jahren im Spritzehaus gehört, tolle Mucke, war mir aber zu Elvislastig, das war mal anders.
Die Blobs mit einer sehr ausgefeilten Show und stark weiterentwickelt in Puncto tightness im Zusammenspiel und der häsischen Vocal-Abgabe. Klasse.
Die rediostix hatten es danach schwer, aber bekamen dafür den ersten richtig guten Sound des Abends beschert. Den konnte vor allem der singende Drummer nutzen, eine richtig gute Rockröhre werden wir da in den nächsten Jahren noch hören. Mein Tipp: Als Frontmann und mit einem guten Drummer hinten verstärkt, hätte der Colin seinen Urlaub nicht verschieben müssen, aber wer weiß das schon…
Insgesamt also gute Juryleistung bis jetzt, in Marburg war ich nicht dabei, das müssen andere bewerten. Seitdem ich aktiv Musik mache, also auch schon ein paar Jährchen, habe ich zahllose Musikerkollegen kennen gelernt, aus ebenso zahllosen Stilen und Sparten. Und die allermeisten davon sind nach allen Seiten offen und tolerant, was zuletzt auch für den musikalischen Bereich gilt. Leider gibt es aber immer Ausnahmen, wie man liest.
Im Übrigen finde ich die Kommentare der Jury zu den einzelnen Bands in diesem Jahr wesentlich differenzierter und nachvollziehbarer, auch wenn natürlich keiner nieder gemacht werden kann (Stichwort Bono’s World News), so wird doch deutlich, was den Ausschlag für die Entscheidung der Jury gab. Das hatten wir in den letzten Jahren anders, da waren immer alle 4 Bands superübertoll, und keiner wusste, warum dann doch einer gewann.
Ach ja, ein Trost für Ronni: Die Alteisenbands sind ja zusammengelegt worden, hat die Jury dann doch in deinem Sinne gehandelt, oder?
Bis zum Rind
Tommy
Nee Tommy, ich heiße wirklich so. (ist mein zweiter Vorname). Manche assoziieren damit auch eine alte deutsche Rock-Band oder einen der letzten großen Indianerhäuptlinge.
Stimmt, was Du sagst, Hansi Hinterseer rockt den Stadl, käme aber nie auf die Idee, seine Gigs mit Rockmusik und Hefeweizen zu bewerben. Wo Hansi Hinterseer draufsteht ist auch Hansi Hinterseer drin. Genau richtig liegst Du wohl auch, mit Deiner Bemerkung über die Zusammenstellung der Vierergruppen….
Ansonsten, abgesehen von Deiner Meinung zum “Etikettenschwindel als Marketingstrategie “ prima kommentiert; deckt sich in weiten Teilen mit meinen (musikalischen) Eindrücken. Freu mich schon auf Deine “Alteisenanalyse“. Du bist noch im Rennen, oder?
PS: Lob an Basti, ich hätte manche Sachen weniger euphemistisch ausgedrückt.
Hessen poppt wäre ja auch nicht zutreffend, oder ?
Warum überhaupt ein Wettbewerb und nicht lieber ein Cover-Festival ohne Jury? Motto (Arbeitstitel): “Hessen macht Mucke“Die Sponsoren könnten dabei weiterhin ihre Mücken machen (wie die Sponsoren der Wetterkarte) und Basti könnte sich mal richtig ausschreiben und die Fans wie bisher fachsimpeln.
hallo jeronimo. heutzutage hat doch jeder kindergarten sponsoren. jedes konzert, in jedem club findet mit sponsoren statt und wenn es nur die brauerei ist die das bier sponsert und mit ihrer werbung im club hängt. das ist doch völlig normal. verfolge diese diskussion schon etwas länger und wundere mich das du dich ständig über sponsoren aufregst.
kein wettbewerb kein konzert und erst recht kein festival könnte ohne sponsoren stattfinden. willst du dein coverfestival etwa aus eigener tasche bezahlen?da spielen dann wahrscheinlich alle bands umsonst, die theke das personal und das namenlose bier (bloß keine werbung) gibt’s obendrauf. eintritt kostet es auch nicht weil die location inklusive strom wasser und bühnen-pa ja auch umsonst ist. deshalb musst du keinen eintritt verlangen und kannst alle getränke für lau rausgeben. die konzession von der stadt und die plakatierung sind bestimmt auch mit drin. und die securities und parkplatzwächter arbeiten für freigetränke und eine warme mahlzeit. Ach hör’ doch auf…
Hallo Rainer,
das hast Du wie ich richtig erkannt, dass kein Wettbewerb oder Festival heutzutage ohne Sponsoren stattfinden kann. Daher schrieb ich bereits vorher in einem anderen Thread (…) Natürlich ist so ein Wettbewerb ohne Sponsoren nicht möglich, doch was kann z.B. der Tributeband-Award-Sieger mit seinem Preis anderes machen als ihn zu versaufen mit der Chance, einen Abgang wie Bon Scott hinzulegen? (…) Und auch in meinem Beitrag, auf den Du jetzt eingestiegen bist, erwähne ich die Notwendigkeit von Sponsoren, weise auf ähnliches Beispiel Die Bands, die bei diesem Contest auftreten, spielen übrigens auch jetzt umsonst, die meisten sogar vergeblich. Und warum sollte kein Eintritt verlangt werden? Denkbar wäre auch eine Kulturförderung durchs Land Hessen. Zu Deiner Behauptung, jeder Kindergarten habe Sponsoren, (was, nebenbei gesagt, nicht stimmt auch nicht für Clubs), verweise ich auf den Beitrag von mir, in dem ich den Sketch von Badesalz “Kasperle gegen Drogen“ kolportiere. Und schon bist Du auf der richtigen Spur zum Kern meiner Kritik. Jedes Jahr 40 kostenlose Werbeträger für immer denselben (Haupt)Sponsor (wo bleibt da der freie Wettbewerb der Sponsoren z. B Getränkeanbieter ?), dieser wird auch noch in schon bedenklicher Weise von einer als unabhängig und links-liberal firmierenden, großen überregionalen Tageszeitung offensiv angepriesen. Wobei die Plattheit der Werbepenetranz darin gipfelt, dem geneigten Leser zu suggerieren, “Gute Rockmusik und gutes Bier gehören einfach zusammen”. Das ist so wie, “Gutes Wetter und Sponsor Sochinow gehören einfach zusammen.“
Als Rockkenner, kann man da eigentlich froh sein, wenn keine wirklich gute Rockband gewinnt bzw. eine nicht so gute gewinnt, und sich dann darüber amüsieren, was die Veranstalter unter rocken verstehen oder genauer, verstanden haben wollen. Es geht nicht um Musik, sondern ums Musikgeschäft. Wer sich bewusst darauf einlässt, bitte schön. Ein Beweis für den Gewinner, der beste zu sein ist es allerdings nicht, genauso, wie die, die verlieren, die schlechteren sind.
Festival ist die Lösung.
@Jeronimo
in die Veranstaltung “Hessen Rockt” investieren viele Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau, Bindung, Musikmesse usw. viel Zeit, Liebe und Arbeit. Das ist deren Party und somit bestimmen sie auch die Spielregeln, die ich im Allgemeinen für sehr fair halte. Da man bei “Musik” das Ergebnis einer Band nicht wie beim Weitsprung einfach nachmessen kann, gehen die Meinungen über die beste Band manchmal auseinander. Aber der Jury deswegen Bösartigkeiten und andere Verschwörungen anzudichten halte ich für unfair. Wenn Dir die Party nicht gefällt, gehe zu einer Anderen oder stelle einfach Dein eigenes Festival auf die Beine. Ich bin sehr froh, dass es diesen Wettbewerb in dieser Form gibt.
Hugh!
Jeronimo möge besser schweigen, er sprechen mit gespaltener Zunge und geben viel wirres Zeug von sich.
Der Häuptling der Apachen hat gesprochen
Klar ist das deren Party, aber nicht Hessens und schon gar nicht haben die Veranstalter die Deutungshoheit über das, was Rock ist. Wie Du schon sagst, eine Privat-Party miz eigenen Spielregeln. Wirklich Onkel Hossa, wenn jemand wie ich Deinen Text geschrieben hätte, wär‘s sofort als Satire erkannt worden und viele hätten sich amüsiert, aber Du glaubst das wirklich. Dass man viel Liebe und Zeit in die Arbeit investiert versteht sich von selbst, dafür wird man schließlich bezahlt. Man kann eine ein Band nicht so messen, wie beim Weitsprung, völlig richtig, genau deswegen habe ich gesagt, ein Festival ohne Jury. Übrigens kann ich zu jeder Party gehen zu der ich hin will, besonders wenn ich Eintritt Löhne, während Du nicht der Saalordner wärst, der mich wegschicken könnte..
Hugh, Winnetou, der Apachenhäuptling bin nachweislich ich, Du bist eine Erfindung von Karl May
man fragt sich was jeronimo als kind oder als musiker widerfahren ist……..
Was hat euer B… Gerede noch mit dem Konzert im Knubbel zu tun??
Davon handelt dieser Bericht.
Nur falls das Jemand verpasst hat.
Gruß Knattl
Hi Stef, erzähl doch mal, was im Knubbel so los war, aus Deiner Sicht Haben z.B. die Meadowbrooks, die abgesprungene Fabulous Robert Cotton Band hinsichtlich Rockmusik alter Schule bestens vertreten? War Deiner Meinung nach, die Gitarrenverzerrung ok oder überzogen? Wie haben Dir die trendigen Klamotten von den Superphonix gefallen ? Geile Gesangsgruppe mit astreiner Choreographie, oder? Schieß los.
Mein liebe Jeronimo, wa du da bohrst ist mal ein ganz dünnes Brett. Warum kein Festival ? Warum Sponsoren und wenn ja warum Binding ? Man könnte doch auch Henninger nehmen oder Jever oder auf Possmann Ebbelwoi oder auf Vodka Gorbatschow umsteigen. Fragen über Fragen die dir eh keiner beantworten wird und kann. Ein Festival mit Hessen Rockt Bands gabs übrigens auch schon und der gute Paul Pock weiss davon ein Lied zu singen (und das sogar ohne Leihsänger um mal mit ronnie zu sprechen). Vielleicht, um mit Zippo zu sprechen, hat man Dir als Kind das Melodika spielen verboten. Veilleicht willst du aber auch als Karnevalist nur den Blog am Leben erhalten. Who knows, es sei dir gegönnt.
Naja Pete, könnte man drüber nachdenken, was nun dünner ist, das Brett, was ich vermeintlich bohre oder die Bühne auf der die ambitionierten Bands debütieren, manche alle Jahre wieder bis ins hohe Alter. Stimmt es eigentlich, vielleicht weißt Du das als alter Rockhase, dass manche noch unbekannte Bands heutzutage sogar Kohle dafür zahlen, damit sie als Vorgruppe bei einer schon etwas bekannteren Band auftreten dürfen? Karnevalist ist ein reizvolles Angebot, Danke! Aber bei der starken Konkurrenz auf der Bühne hätte ich realistisch gesehen keine Chance. Meine Melodika hat man mir als Kind gottlob gelassen, ich durfte sogar das entwickeln, was bei Zippo, The Brain offensichtlich schon früh stagnierte. Die Frage bleibt in der Tat, warum immer dieselbe Allianz FR/Binding mit Bundeslanddeckendem Rock-Anspruch? Ich vermute, Du kennst die Antwort und hast Dich damit arrangiert. Alternativlos war übrigens das Unwort des Jahres 2010. Wenn Paul mit der Festival Idee gescheitert ist, heißt das nicht, dass sie in jedem Fall und immer scheitern würde. Es spricht aber für Paul, dass er die Idee auch schon hatte. Und wie gesagt, da kann und muss man auch Sponsoren einbinden, aber es gibt weniger Verlierer und Enttäuschungen ob der fehlenden Jury und logischerweise wegen des Wegfallens der Interessenkollision der Jury. Immerhin sitzt jetzt ein Juror in der Jury, der zwar ein guter Musiker ist, fachlich also qualifiziert ist, aber gleichzeitig für das Werbeorgan des Sponsors schreibt. Und mein lieber Pete, besaufen kann man sich überall mit allem was man will, unabhängig davon, dass die meiste Rockmusik die heute gecovert wird, eher alkoholfrei war oder eine Kombination aus Alkohol und anderen Stoffen. Für letztere wirste aber keinen Sponsor finden um Ganz authentisch rüberzukommen.. Der Spruch, ich wiederhole mich, “Gute Rockmusik und gutes Bier gehören einfach zusammen“, ist absoluter Quatsch und reines (suggestives) Marketing. Insofern ist es auch nicht egal welcher Sponsor sich ins Zeug legt. Bring mal den Spruch, nehmen wir an, Ferrero wäre der Sponsor “ Gute Rockmusik und gute Nuss-Nougat-Creme gehören einfach zusammen“. Möglicherweise hätte die FR aber auch damit kein Problem dies als aufklärende Nachricht zu verbrämen, aber Ferrero, weil die auf den entsprechenden Veranstaltungen keine nennenswerte Anzahl von Gläsern verkaufen würden. Und klar, keine Band sehnt sich nach etwas anderem, als 5 Kisten Bier für den Proberaum. Als Karnevalist (Ich tu Dir den Gefallen) fiel mir dazu nur der folgende Kalauer ein, woran Du aber siehst, dass ich für die Bütt nicht geeignet bin.Alsdann:: “Wie kannst du nur so gut spielen, so betrunken wie du bist? – Ich übe immer betrunken.“
er kann es nicht lassen, der mann hat wirklich ein problem. wer ist dafür für jeronimo ein stiftung zu gründen um im freunde zu bezahlen?
Also ich freu’ mich schon auf Jeronimos Festival. Wenn das nur halb so gut wird wie seine Klappe groß ist, dann wird das eine ganz feine Sache.
ich finde der typ sollte sich einweisen lassen. sponsoren-psychosomathisches syndrom.
@ Jeronimo, es geht darum das Leute die nicht im Knubbel anwesend waren, hier in diesem Bericht Lesen können wie und was los war.
Falls es jemanden interessiert, für mich war Käuflich an dem Abend der absolute Knaller, 3 Personen die einfach nur vom ersten bis zum letzten Lied eine super Stimmung mit fettem Sound gemacht haben und das mit Cover stücken die nicht jeder kennt.
@ Rainer: Prima Tipp! Wenn ich mit Deiner Ferndiagnose dort “bewerbe“ habe ich wahrscheinlich gute Aussichten auf einen längeren Aufenthalt.
@ Stef: Den Effekt kenne ich auch. Man hört ein unbekanntes Stück, das einen irgendwie packt, in Schwingungen versetzt, aber man weiß nicht, von wem es eigentlich ist. Hingegen hat man bei großen bekannten Hammer-Hits immer das Original im Ohr und ist geneigt, die Coverversion genau daran zu messen. So etwas Ähnliches ist mir als alter Nostalgiker schon früher passiert, nur anders herum, wenn ich einige Spitzenstücke von den damaligen Rockgrößen gehört habe und von ihnen sofort begeistert war habe und nicht wusste, bzw. erst später erfahren habe, dass der oder der alte Musiker den Song bereits dann und dann gespielt hat. (Die “alten Säcke“ haben also auch schon gecovert“). Schmunzeln musste ich, als Dieter Thomas Kuhn, der ja viele junge Fans hat, aber alte deutsche Schlagerschnulzen (wirklich gut) präsentiert, dass viele seine jungen Fans glauben, es handele sich um Lieder von ihm.
Jeronimo, Jeronimo, so unrecht hast du gar nicht so.
Ich finde du schreibst schön, zwar nicht immer inhaltvoll, aber schön. Klar habe ich mich arrangiert denn im zarten Alter von 56 Jahren kann ich mir erlauben nur noch dort zu spielen wo die Fähigkeiten meiner Band die nunmal Hard & Heavyrock spielt gewürdig werden und nicht Anfang-20er Piepmätzchen mit undefinierbarem Trallalamucke den Vorzug bekommen.
Auch hat mich Bier nie interessiert, ich trinke Vodka, fahre Porsche und stecke mir keine Stöpsel in die Ohren weil alles andere gehört für micht in die Softrock Abteilung. Trotzdem bin ich gerne bei HR dabei, jetzt halt nur noch als Zuhörer, und freue mich auch mal Musik zu hören, die gar nicht meine Richtung ist, aber gut rüberkommt.
Und da war meiner Ansicht nach bei Hessen Rockt Vi der absolute Tiefpunkt erreicht.
Nicht desto weniger hatte ich mit meinen Leuten insgesamt 3 x die Gelegenheit, in der Batschkapp zu spielen (2 x Emergenze, 1 x hessen Rockt) was uns ohne diese Wettbewerbe wohl nie gelungen wäre weil wir eine reine Hobbyband sind. Obwohl, wie ich heute Abend bei Rock meets Classic sehen konnte, ich mit Steve Lukather von Toto locker mithalten kann, was das Equippment anbelangt
Danke Pete, für Deine offenen Worte. Was mich anbelangt, die Rolle des “Advocatus Diaboli“ muss man auch halbwegs überzeugend spielen bzw. durchhalten können. Tut mir leid, wenn ich (auch) Dich brüskiert habe, was aber nicht beabsichtigt war. Heute würde man sagen, “Pete The Rock“ war leider ein Kollateralschaden vom humanitären Jeronimo-Einsatz. Es doch so, dass die jungen Leute aus biologischen Gründen das Stadium der “unverdorbenen“ Rockmusik“ zu ihrer Entstehungszeit gar nicht miterlebt haben, insofern ganz andere Startbedingungen haben, die für sie normal sind. Die Randbedingungen damals, als die gute Mucke entstanden ist, die auch heute noch gottseidank von einigen jungen Bands klasse gecovert wird, waren völlig anders. Manche jungenn Bands können davon sogar leben …
http://www.youtube.com/watch?v=2sTDZxdexvo&feature=fvst
Guck mal wie seinerzeit Jimi Hendrix in Offenbach angekündigt wurde und wie brav das Publikum noch bei der Einführung der “Hottentottenmusik“ war…
http://www.youtube.com/watch?v=yQGWf9xlfOk
Das war die Zeit, Du erwähntest Dein Alter, als ich noch nicht wusste, dass “All along the watchtower“ gar nicht von Hendrix sondern von Bob Dylan war.
Und es ist doch völlig klar dass, will man heutzutage erfolgreich sein, sich medienwirksam präsentieren muss. Dafür bietet HR, bei allem was man kritisieren kann, tatsächlich eine Bühne. Zumindest hebt es sich moralisch und musikalisch von diesen Demütungscastings im TV ab. Die Lobhudelei im Nena-Format ist mir übrigens genauso grauslich. Die von mir so drastisch kritisierte merkantile Verquickung ist eine andere Schiene, die allerdings für die Leute, die hier antreten, völlig nebensächlich ist. Alle Bands, die hier auftreten, können zumindest eines, im Gegensatz zu den Shooting Stars (c. Paul Rogers) in den TV-Castings – Spielen! Die einen besser, die anderen noch nicht so gut. Ein weiterer Unterschied ist der, dass alle die hier ausscheiden, woanders weitermachen können. In Clubs, auf Stadtfesten, usw. Ich kauf‘ den meisten teilnehmenden Bands sogar ab, dass sie Spaß daran haben, sich zu vergleichen. Oder auch nur aus reiner Spielfreude auf die Bretter gehen, was besonders für die älteren Semester zutreffen dürfte, weil sie nicht unbedingt darauf angewiesen sind, mit Musik ihre Kohle zu verdienen. Klar, will man auch gewinnen und wie Du schon sagst, in der Bastchkapp (vergleichbar mit dem Colos –Saal) auftreten zu können, ist eine tolle Sache. Da sind wir früher hingegangen, weil wir uns die Festhalle mit ihrer miesen Akustik nicht immer leisten konnten. Heute treten da sogar Bill Wyman auf und andere bekannte Rockgrößen. Auch heute noch, überlege ich mir sehr genau, ob ich 50 bis 80 Euro hinlege, um eine der großen Bands in einer Riesenhalle zu sehen, wo man seine Stars nur auf den gleichzeitig auf Großleinwänden projizierten Videomittschnitten hautnah erleben kann. In der Festhalle war ich zuletzt bei den Red Hot Chili Peppers, weil mich der neue Gitarrist interessiert hat. B. B. in der Ballsporthalle war allerdings für mich ein Muss. (da man aber bequem sitzen). Für manche Band fahr‘ ich auch schon mal ein Stück wieder ein Stück über Hessen hinaus, Letzt bis München.
Ich find’s gut, dass Musik, die nicht den Mainstream bedient, in kleineren Klitschen noch gespielt wird, wobei mir auffällt dass vermehrt jüngere Leute sich unter die alten Fans mischen.
Apropos, Festival
, da würde ich gerne mal hinfahren, und wenn einer da auftreten kann, hat er’s geschafft….
http://www.calgaryfolkfest.com/
Für Dich wär’s vielleicht Wacken ….und möglicherweise wäre Paul gerne in Roskilde dabei
Mal zum Spaß ein Vergleich, wie viel man früher löhnen musste, wenn man The Nice, Pretty Things, Deep Purple und Pink Floyd nach einander sehen wollte
Ich nehm’s vorweg, 12 DM, also etwa noch genauso viel wie heute , wenn man bei HR 4 gute Bands sehen will (ich muss ja nach dem ganzen Gequatsche langsam irgendwie wieder einen Bezug zum eigentlichen Thema herstellen
http://www.rockzirkus.de/bunt/pop69/pop1.htm
@Jeronimo:
bewerben ist ein guter ausdruck. hast du dich vielleicht schon mal irgendwo beworben? zum beispiel bei hessen rockt vii und bist dann nicht reingekommn???
Hallo Rainer, bei HR bin ich nicht reingekommen, weil ich mich da nie beworben habe. Es ist tatsächlich so, dass ich kein großer Freund von solchen Contests bin und außerdem Melodika vermutlich ohnehin nicht so angesagt ist
.
Nie reingekommen( wer’s glaubt wird selig) , und contests sindblöd, ja was suchst du dann hier ? Du wirst immer dubioser.
Also wenn ich 100.000 Euro übrig hätte würde ich mich mal beim Ozzfest einkaufen. Einmal ne Stunde mit meinen Männern dort spielen, das wäre es mir wert