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Hessen Rockt goes MELT!

Wie der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, befinden wir uns derzeit auf dem MELT!-Festival in Gräfenhainichen bei Dessau. Das Mekka der elektronischen Musik ist dem Rocker an sich zunächst etwas fremd: Die Klamotten sind ungewöhnlich bunt, der Bierkonsum ungewöhnlich gering und die Musik sehr basslastig. Aus allen Ecken wummert und dröhnt es. Aber irgendwie ist sie schon geil, die Atmosphäre hier in Ferropolis, der Stadt aus Eisen. Riesige Schaufelradbagger prägen das Bild und ein riesiger See liegt unmittelbar vor der Haustür.

Unsere Haustür befindet sich neben der Mainstage und gewährt Einlass in einen Baucontainer der rock ‘n’ rolligen Art. Das Rauchverbot wurde bereits gestern aufgehoben – sehr schön. Inzwischen verfügen wir sogar über Internet und einen Kühlschrank, eine Tatsache die das Leben ungemein erleichtert. Zusammen mit den Kollegen vom Intro-Magazin arbeiten wir an einer täglich erscheinenden Festivalzeitung mit dem Namen “Melt News”. Es gibt aktuelle Interviews, Vorberichterstattungen, Wetterberichte und bunte Geschichten rund um das Leben vor und hinter der Bühne. Künstler kommen hier also genauso zu Wort wie die Organisatoren im Hintergrund. Ziel der “Melt News” ist es, die Festivalbesucher tagesaktuell zu informieren und zu unterhalten und ihnen Geschichten zu bieten, die man als Gast sonst nicht so mitbekommt.

Zum Beispiel, dass das MELT!-Festival ein “grünes” Festival ist. Unter dem Motto “M!eco – Melt! goes Green” haben sich die Organisatoren ein Konzept ausgedacht, mit dem man sowohl Strom sparen-, als auch etwas gegen Co2-Ausstoß tun kann. Seit diesem Jahr gibt es den MELT!-Hotelzug, der über ein Liegewagenabteil verfügt und 700 Besuchern Platz bietet. Eingesetzt wird der MELT!-Express auf der Strecke Köln-Ferropolis und hält in zehn weiteren Städten.  Laut einem UmweltMobilCheck, den die Deutsche Bahn für die Strecke herausgegeben hat, halbiert eine Person, die anstatt des Autos den Hotelzug wählt, den CO2-­Fußabdruck ihrer Hin-­ und Rückreise. Zudem setzt das MELT! auf erneuerbare Energien. Insgesamt wurden 2901 Quadratmeter Fläche mit Solarzellen in einer Zusammenarbeit mit der Ferropolis GmbH und Q-­Cells verkleidet. Dadurch werden jährlich circa 170 000 kw Strom produziert.

Das eigentliche Festival beginnt erst heute und wartet mit Stars wie Robyn, The Drums oder Paul Kalkbrenner auf. Wir werden noch bis Sonntag live berichten und uns bei Eiseskälte den Wind um die Ohren blasen lassen. Es gibt eben Dinge, die sind auf jedem Festival gleich.

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