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Hessen Rockt die Fanmeile

Foto: dapd

Es ist Frauen-WM in Deutschland. Bei Kaiserwetter und hochklassigem Fußball soll sich das Sommermärchen von 2006 wiederholen. Natürlich braucht man dazu nicht nur guten Fußball, sondern auch gute Musik. Deshalb schicken wir fünf kampferprobte Hessen Rockt-Bands auf die Frankfurter Fanmeile. Auf der Frankfurter Bühne am Holbeinsteg geben sich die Ehre:

Boptown Cats  (Mittwoch, 29. Juni, 20:15 Uhr)

Foto: Ute Köhler

Die Boptown Cats. Würde es sie nicht schon geben – man müsste sie erfinden. Vieles ist schon über sie geschrieben worden: Dass sie Cousins sind, dass sie aus Lahntal-Gossfelden kommen und dass sie eine geniale Live-Band sind. Alles stimmt. Auch wahr ist, dass sie mittlerweile zu einer der angesagtesten Rock ‘n’ Roll-Kapellen in ganz Deutschland gehören. Sie tourten mit dem Musical “Grease” durch Deutschland, gewannen den Bandcontest des renommierten Dynamite Magazines und spielen inzwischen sogar im Ausland. Ach ja, Hessen Rockt haben sie auch mal gewonnen und zwar im vergangenen Jahr. Große Band, großes Kino.

Mandowar (Montag, 04. Juli, 19 Uhr)

Drei Mann im Mandolinenkrieg. Mandowar sind Gott sei Dank keine Manowar-Coverband, auch wenn ihr Name das vermuten lassen würde. Stattdessen spannen sie eine experimentierfreudige Brücke zwischen Metal, Country und Folk. Ihre Country-Version vom Iron-Maiden-Klassiker “Fear Of The Dark” würde mit Sicherheit auch den Kollegen Harris und Dickinson ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Einstmals ernste und archaische Songs werden plötzlich zu tanzbaren Gassenhauern. Furios gespielte Mandolinen verwandeln Alice Coopers “Poison” in eine Folknummer – ein Konzept, was ebenso stimmungsvoll, wie innovativ ist.

Fight Footers, (Montag, 4, Juli, direkt nach Mandowar)

Kommen wir von den Mandolinenkriegern zu den Kampffüßen. Die Fight Footers sind eine Foo Fighters Tribute-Band und haben im vergangenen Jahr den Binding Tribute Award gewonnen. Ihre Auftritte führten sie auch nach Holland, Belgien und in die Schweiz. Als Live-Band zeichnen sie sich vor allem durch ihre explosive Bühnenperformance und ihren authentischen Sound aus. Nicht wenige Leute behaupten, sie seien live besser als das Original. Bis vor kurzem hatten sich die Fight Footers noch in ihrem Proberaum verschanzt, um die Stücke des neuen Foo Fighter-Albums “Wasted Light” einzuproben. Nun  ist es Zeit, die Songs auf die Bühne zu bringen.

The Batles (Freitag, 15. Juli, 19.30 Uhr)

Wer die Batles nicht kennt, hat was verpasst. Ihre Idee  “Beatles mit Eiern zu spielen” ist zwar nicht ganz neu (Beatallica),  erfährt bei den Batles aber eine wunderbare Weiterentwicklung. Die Songs werden schneller und rauer, aber trotzdem immer geschmackvoll intepretiert.  Wer auf “Can’t Buy Me Love” schon immer mal so richtig abgehen wollte und seine Freude an verzerrten Gitarren, geilen Soli und trümmernden Drums hat, der ist bei den Batles absolut richtig. Irgendwie schaffen sie es, den Pilzköpfen ein unterhaltsameres Gesicht zu geben und ihre Musik der Neuzeit anzupassen.

New Jersey (Freitag, 15. Juli, direkt nach The Batles)

New Jersey ist die aktuelle Hessen Rockt-Siegerband. Sie interpretieren Bon Jovi so gut, dass man meinen könnte Jon Bon and friends stünden leibhaftig auf der Bühne. Ob “I’d Die For You”, “Bad Medicine” oder “Wanted Dead Or Alive” – New Jersey spielen sie alle,  ohne dabei affektiert oder anmaßend rüberzukommen. Sänger Timo schafft es dabei, nicht nur den Slang von Bon Jovi zu kopieren, sondern auch so auszusehen. Es ist ein Wunder, dass Jon Bon diese Band noch nicht verklagt hat, weil sie zu gut ist.

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