Teil 1 des Hüttenknubbels ist geschafft. Im Traditionsclub Hüttenwerk in Michelstadt brannte gestern die Luft. Das hatte mehrere Gründe. Zunächst mal was es im Hüttenwerk angenehm warm, was man von den ans mild angekündigten Außentemperaturen wahrlich nicht behaupten konnte. Dann gab es natürlich vier Bands, die an diesem Abend die Luft gehörig aufheizen sollten. Und gut gewürztes Chili im Backstagebereich gab es auch. Da wird einem doch warm ums Herz.
Dieser Zustand verbesserte sich noch, als um 21 Uhr die erste Band loslegte. Die Soundcheck-Könige von The Lonely Hearts Club Band lieferten sich auf der Bühne – ganz Spät-Beatles – eine wahre Equipmentschlacht. Wer an diesem Tag auf dem Weg zu einem Musikalienhändler war und sich ein wie auch immer geartetes Instrument kaufen wollte – hier hätte er es gefunden! Vielleicht eine Sitar? Mit knapp 800 Saiten und einem untransportierbaren Koffer? Alles da. An Anbetracht dieses Instruments wird der Fachmann bereits Rückschlüsse auf die Setlist von The Lonely Hearts Club Band ziehen. Er wird dort Songs wie “Norwegian Wood” vermuten – bekannt für George Harrisons tolles Sitar-Intro. Dieser Song kam auch. Genau wie “Come Together”, ” I am the Walrus” oder eben “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band”. Leider fehlte dem Sergeant etwas Pepper im Abgang, weshalb der Funke aufs Publikum nicht so recht überspringen wollte. Vielleicht wäre das mit “Help”, “Can’t Buy Me Love”, “Ticket to Ride” oder “Drive My Car” anders gewesen. Man weiß es nicht.
Auch Band Nummer zwei entführte uns zurück in die gute, alte Zeit. Seit gestern wissen wir: Elvis hatte spanische Gene und seine Begleitband hieß auch nicht The Jordanaires, sondern The Time Bandits. Die Frankfurter überzeugten durch herausragende Instrumentalarbeit, die man authentischer nicht hätte abliefern können. Besonders das Saxofon, als das etwas exotischere Hessen Rockt-Instrument, sorgte für echtes Tarrantino-Feeling. Das Beeindruckende an dieser Band ist, dass sie einen tatsächlich auf eine Zeitreise schicken kann. Zurück in eine Zeit, in der Männer mehr Zeit mit der Pflege ihrer Tolle verbrachten als mit ihrer Ehefrau. Und als Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und Johnny Cash noch gemeinsame Touren bestritten. Gerade für Nicht-Zeitzeugen ein herausragendes Erlebnis. Vielleicht hätte man am Ende aber noch ein bisschen mehr Innovation aufstreuen können, um sich von den zahlreichen artverwandten Bands im Rock ‘n’ Roll-Genre abzuheben.
Innovationen ist man von der dritten Band des Abends gewohnt. Joe Blob and the Sixtyniners haben spätestens mit ihrer dritten Teilnahme so etwas wie eine neue Kunstform der Covermusik etabliert: Ähnlich dem Wissenschaftler am Reagenzglas, schmeißen sie tausend Zutaten in einen Topf, rühren kräftig um und am Ende explodiert alles. Als Schreiberling ist das die Hölle, weil man permanent mitschreiben muss, um bei all den Songs nicht den Überblick zu verlieren. Als Zuschauer oder Zuhörer hat man es da einfacher: stimmiges Konzept, Hammer-Sound, mitreißende Bühnenshow und ein selten dargewesener Unterhaltungsfaktor. Und für meinen Geschmack ist in diesem Jahr noch etwas mehr Tightness und Groove dazugekommen. Das hat man gerade bei den RATM-Adaptionen und dem herrlichen Mash-Up aus Tupacs “California Love” und GNRs “Paradise City” gehört. Glanzleistung, hier wurde halbfinalwürdig gerockt und genau dahin wird es die Blobs auch verschlagen – ins zweite Halbfinale von Hessen Rockt (Sonntag, 4. März 2012, Batschkapp Frankfurt).
Zum Ende des Abends gab es noch eine wahre Rarität zu sehen Die rediostix aus Erzhausen sind nämlich tatsächlich die erste Band, die bei Hessen Rockt jemals auf der Bühne stand. Das war im Jahr 2006 in der Centralstation in Darmstadt. Wer jetzt eine Alt-Herren-Combo erwartet, ist auf dem Holzweg. Die rediostix waren bei ihrer ersten Teilnahme nämlich gerade mal 18 und sind heute entsprechend 25 plus. Ein weiteres Kuriosum: Hier singt der Drummer und zwar außerordentlich gut. Wer “Quit Playing Games” von den Backstreet Boys genauso gut singt wie “Break Stuff” von Limp Bizkit, der ist gut – fertig. Besonders unterhaltsam waren auch die Versionen von Culcha Candelas “Monster” und “Alles nur geklaut” von den Prinzen. “Monster” ist übrigens auch der Name des Bandmaskottchens der rediostix, das ich hiermit zum attraktivsten Bandmaskottchen der Hessen Rockt-Geschichte ernenne. Von dieser Band wird man viel hören, da sie erhebliches Potenzial hat.
Bis später in Marburg!


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weils eigentlich hierher gehört, noch ma: Meine Herren, was war das denn gestern?!
Vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung! Danke an unsere Fans und den Rest des Publikums (dem einen oder anderen scheints ja auchn büsschn gefallen zu haben. ).
Vielen Dank an die anderen Bands, echt klasse Euch kennen gelernt zu haben. Vielleicht läuft man sich ja hi und da noch mal über den Weg. Wir hätten es auch jeder anderen Band gegönnt. Ihr wart alle klasse!!!
Vielen Dank an das tolle HR-Team mit Eurer herzlichen Art. Bei Euch fühlen wir uns echt immer wohl!
Vielen Dank an das Hüttenwerk, einer wirklich tollen Location, die man ruhig des öfteren besuchen sollte!!!
Ganz besonders lieben Dank an Michael und Marco!!! Ihr habt einen echt tollen Job gemacht, sehr gute Unterstützung auf und vor der Bühne geleistet! Saugeiler Sound auf der Bühne und ganz bestimmt auch davor.
Und vielen Dank an alle anderen, die ich jetzt noch vergessen habe.
Ich sag dann jetzt mal meinen Urlaub ab (Tschuldigung Sabine! ) und wir freuen uns auf eine geile Party in der Batschkapp am 3. und 4. März.
Stay tuned & rock on
69 Grüße
Eure Blobs
Hey Blobs, Glückwunsch zum Sieg!!!!
Jetzt wissen wir, wie es sein muss- Kompliment!
Ihr habt das ganz genau richtig gemacht, eine halbe Stunde atemlos Dampf und Stimmung-und der Funke ist zu euren Fans übergesprungen.
Wir lassen das nächste mal die ganzen Saiten zu hause und packen alle Beatles-Rocker ein und hintereinander ins Programm…
VIEL GLÜCK IM HALBFINALE… und im FINALE
Axel &
The Lonely Hearts Club Band
Jungens auch von mir nochmal hier Häppy Glüxswunsch……. Geiler Auftritt !!!!! Freu mich auf die Kapp. Vielrn Dank auch fürs Bus organisiern….. Spitze…… Hat mich auch mächtig gefreut viele “Alte Hasen ” endlich wieder zu sehen……. Bis denne Cheers M!CKY
Ho Ho Ho was ne Show! Die Blobs rocken das Haus, welch Ohrenschmaus!!
Gratulation zu Eurem verdienten Sieg.
Wenn Elvis noch leben würde, hätte er es genau so gemacht. (Lebt Elvis nicht?!)
Die Jury hatte es an diesem Abend nicht leicht. Alle Bands waren echt gut. Und auch die Versorgung im Backstage-Bereich war vorbildlich. Rundherum ein gelungener Abend mit einem verdienten Sieger.
Viele Grüße
Kai von den Time Bandits
quod erat demonstrandum:
Blobs = Party ; Party = Blobs
Glückwünsch Jungs
Vielen Dank!!!:)