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“36 Grad und es wird noch heißer…”

2010.07.14_Hitze_AufmacherNicht nur, dass man von unmusikalischen Kollegen wegen der langen Haare, und des konstant gegen null gehenden Kontostands gehänselt wird - nein, jetzt hat sich auch noch das Weltklima gegen die musikmachende Bevölkerung verschworen. Verdammt, ist das heiiiiiiiiiß!!! Wer hat denn da noch Bock auf der Bühne zu stehen und sich bei 36 Grad Außentemperatur von knallheißen Movingheads den Pelz verbrennen zu lassen? Das Feuer jeder Zigarette scheint das Zelt noch zusätzlich aufzuheizen und dann sind da auch noch die rücksichtslosen Konzertbesucher, die sich andauernd bewegen. Der Schweiß tropft von der Decke und es ist nicht mehr weit bis zur Kumuluswolke.

Unter den Hessen Rockt Bands soll es bereits Schlagzeuger geben, die auf Funktionsunterwäsche umgestiegen sind. Lichtmenschen stehen ganz oben auf der Abschussliste. “Bitte nur das Nötigste, sonst verreck’ ich hier hinten”, ist ein weit verbreiteter Satz. Sonnencreme ist Pflicht, jedes noch so ekelhafte Getränk wird gierig gekippt, aus Angst innerlich zu vertrocknen. Wohl denjenigen, die in dieser Zeit keine Auftritte haben und sich im hauseigenen Proberaum vorm Ventilator zusammenrotten können.

Farin Urlaub Racing Team – “Zu Heiß”

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Doch was, wenn es dann doch mal aufs Konzert geht? Seven-Hell-Drummer Marek hat zum Beispiel immer einen Ventilator dabei. Das war abzusehen, schließlich haben Auto und Schlafzimmer des Herrn Haesler immer gefühlte zehn Grad und da liegt es nahe, auch die Bühnentemperatur so weit wie möglich zu reduzieren. Da man als Schlagzeuger aber konstant in Bewegung ist, bringt auch ein Ventilator nicht wirklich viel. Zumal von hinten die Lichtanlage brettert. Braucht kein Mensch, ist doch eh lang hell draußen.

Pfund proben neuerdings nur noch oben ohne und berauschen sich am schweißtriefenden Anblick ihrer Astralkörper. Kurioserweise spielen sie nächste Woche auch noch auf dem “Gay Day” der Rheinkirmes in Düsseldorf.  Ihre Frauen sollten sie lieber daheim lassen, waren angeblich die Worte des Veranstalters – wenn da mal nichts im Busch ist.

Apropos oben ohne: Auch die Auswahl der Bühnengaderobe fällt schwer. Das Chili-Peppers-Outfit mit den Socken ums beste Stück kommt beim Durchschnittsbürger nicht wirklich gut. Schließlich will man die Konzertbesucher ja unterhalten und nicht verschrecken. Aber das ist wenigstens mal ein hitzebeständiges Outfit. Ganz im Gegensatz zur obligatorischen Lederhose, die langsam aber sicher mit der Haut verschmilzt und nur unter allerhöchster Gewaltanwendung wieder runterzubekommen ist.

Hitzefreundlich aber etwas gewagt: Das “Sox on Cox”-Outfit der Red Hot Chili Peppers

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Kommen wir nun von den Äußerlichkeiten zum Eingemachten. Hitze macht aggressiv. Die Hemmschwelle ist niedriger, Autounfälle wahrscheinlicher und aus kleinen Meinungsverschiedenheiten erwächst schnell ein handfester Streit. Das sieht man nicht nur auf Bühnen, sondern vor allem auf Fußballplätzen. Denn auch unser Bundes-Yogi fährt gerne mal aus dem Kaschmirpulli, wenn ‘s um die Wurst geht. Vielleicht war ihm aber auch einfach nur zu heiß.

Yogi Löw in Hitze

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Jetzt brechen wir nochmal eine Lanze für die Stubenhocker der Gesellschaft. Auch Gamer schwitzen sich den Wolf, sind sie schließlich dazu verdammt, die heißen Tage drinnen verbringen zu müssen. Die Damen und Herren von Gamestar schaffen Abhilfe, denn die haben ein Video ins Netz gestellt, das verschiedene Möglichkeiten der Enthitzung offeriert. Auch Musiker können hier richtig was lernen.

“Kühler Kopf im heißen Sommer” – Gamestars Tipps für Zocker

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Was man aber gerade als Musiker auf keinen Fall tun sollte, ist die innere Hitze mit alkoholischen Getränken zu bekämpfen. Je nach Tagesform ist ein Bier dann oft schon ein Bier zuviel. Und spätestens wenn der Schlagzeuger die Becken nicht mehr trifft oder der Gitarrist sich seine Schuhe nicht mehr binden kann, ist es Zeit auf Wasser umzusteigen. Das ist bei dem Wetter ohnehin viel besser. Ansonsten könntet ihr euch nämlich so ähnlich anhören, wie diese geistreiche Verspottung im unten stehenden Video.

Eric Clapton shreds

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2010.07.14_Hitze_NewsHitzetipp vom DRK

Laut einer Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes, ist die andauernde Hitze besonders gefährlich für Kinder und Senioren. Das Motto lautet “trinken, trinken, trinken” – möglichst einen Liter mehr als normal. Körperliche Betätigung sollte man tunlichst vermeiden und sich so viel wie möglich in sonnengeschützten Räumen aufhalten.

Was sagt uns das? Keine Gigs bei tausend Grad. Und wenn es dann doch mal nicht anders geht: trinken, trinken, trinken. Derzeit sind noch keine Fälle von an Hitze kollabierten Musikern bekannt, aber man muss es ja nicht herausfordern. Den ausführlichen Hitzetipp findet ihr hier.

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