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Weiterbildung zum “Musikfachwirt/-in (IHK)”

Foto: IHK Frankfurt am Main / Jochen Fischer

„Der Musikfachwirt ist der ‘Bachelor professional’ der Musikbranche. Er spricht all jene an, die sich weiterbilden und ihre Praxiserfahrung im Musikbusiness auf eine fundierte Grundlage stellen wollen”, sagt Michael Krieger, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK Frankfurt am Main. Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig sei gerade die Musikbranche von den Veränderungen durch die Digitalisierung betroffen. Doch eine spezifische Weiterbildung auf der Ebene des „Bachelor professional”, wie der Meister in der IHK-Welt heißt, habe es bisher nicht gegeben. „Der Musikfachwirt bündelt nun die musikspezifischen Komponenten Musikproduktion und –vermarktung, Live-Geschäft sowie Musikalienhandel, Vertrieb & Verkauf und paart diese mit kaufmännischen Kenntnissen”, betont Krieger.

„Die IHK Frankfurt am Main hat die Forderung der Musikindustrie nach Qualifizierungsbedarf aufgegriffen und binnen kürzester Zeit die Weiterbildungsprüfung Musikfachwirt ins Leben gerufen. Diese branchenspezifische Qualifizierung ist auf der Landkarte der Kreativwirtschaft ein Alleinstellungsmerkmal der Mainmetropole und wird der gesamten Musikwirtschaft in Frankfurt-Rhein-Main weiteren Auftritt verleihen”, betont Christian Arndt, Sprecher VUT Mitte, Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. „Der Musikfachwirt trägt dazu bei, dass sich der Musikstandort Frankfurt-Rhein-Main weiter im Wettbewerb mit Berlin, Hamburg, München und Köln positionieren kann.” Laut Arndt werden aufgrund umfassender Marktveränderungen viele ehemalige Angestellte aus der Branche zu Unternehmern. Diese Quereinsteiger seien versierte Praktiker und Profis in ihrer Branche. Sie verfügen zwar über die fachliche, oftmals jedoch nicht über ausreichende betriebswirtschaftliche Qualifikationen. „Für diese ‘shooting stars‘ kann die Aufbau-Qualifikation zum Musikfachwirt (IHK) ein Sprungbrett für die nächste Karrierestufe sein”, unterstreicht Arndt.

Der Musikfachwirt verfügt, wie andere Fachwirte, über Fachwissen im kaufmännischen Bereich. Die Inhalte dabei sind identisch für die Fachwirte-Familie und umfassen Fragestellungen aus den Bereichen Volks- und Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Recht und Steuern sowie Unternehmensführung. Hinzu kommt fachspezifisches Know-how der Musikbranche. Ein Musikfachwirt lernt die Wertschöpfungsketten der Musikwirtschaft zu analysieren und Marktchancen zu erkennen. Er weiß um die Kundenbedürfnisse bei der Herstellung audiovisueller Medien. Das Veranstaltungsmanagement von Musikveranstaltungen und Tourneen gehört genauso zu seinem Repertoire wie die Vermarktung von Musikprodukten.

Die Prüfung zum Musikfachwirt besteht aus schriftlichen und mündlichen Elementen. Die schriftliche Prüfung umfasst u.a. das Analysieren von Märkten, das Definieren von Marktchancen sowie die zielgruppengerechte Vermarktung von audiovisuellen Produktionen. Der mündliche Teil umfasst eine Präsentation sowie ein Fachgespräch.

Zur Vorbereitung auf die IHK-Prüfung werden verschiedene Vorbereitungskurse von Weiterbildungsträgern angeboten. „Mit dem einzigartigen ‘Musikfachwirt/-in (IHK)’ sind die Voraussetzungen geschaffen, in Zeiten des Fachkräftemangels auch Führungskräften der Musikwirtschaft einen praxisorientierten, anerkannten Bildungsabschluss zu ermöglichen. Von der ebam Business Akademie für Medien, Event und Kultur werden zwei Zeitmodelle angeboten: Angehende Musikfachwirte können sich entweder berufsbegleitend in einem Wochenendkurs oder in einem Vollzeitkurs auf die IHK-Prüfung vorbereiten”, sagt Georg Löffler, Geschäftsführer der ebam Akademie für Medien, Event und Kultur. Er verweist darauf, dass eine Förderung gemäß Meister-Bafög (Aufstiegfortbildungsförderungsgesetz) möglich sei. Zur IHK-Prüfung wird zugelassen, wer eine Ausbildung abgeschlossen und anschließend Berufserfahrung in der Branche gesammelt hat. Quereinsteiger müssen mindestens vier Jahre Berufspraxis in der Musikbranche nachweisen.

Der Berufsbildungsausschuss der IHK Frankfurt am Main hat die Rechtsvorschrift zum “Musikfachwirt/-in (IHK)” auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes als Weiterbildungsprüfung in Kraft gesetzt. Als Vorbild für den Musikfachwirt wurden IHK-Fachwirte aus anderen Branchen zu Rate gezogen: Am Finanzplatz Frankfurt – und auch bundesweit – sind Bankfachwirte sehr erfolgreich. Der Investmentfachwirt wurde in der Region für die Branche entwickelt. Insgesamt gibt es 50 Weiterbildungsprofile in der IHK Frankfurt. Rund 3.000 Menschen absolvieren jedes Jahr in Frankfurt öffentlich-rechtliche Prüfungen in der IHK-Aufstiegsfortbildung.

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Onkel Lü | 28. February 2011, 17:12

Wer nix wird, wir Wirt – Musikfachwirt. Oder was?

Basti | 01. March 2011, 09:44

:-) Für den freischaffenden Musiker wäre das auf jeden Fall ein Karrieresprung. Zumal ich es immer gut finde, wenn etwas für die regionale Musikszene getan wird.

Pete "the Rock" | 01. March 2011, 13:27

….und ist ihm das auch nicht gelungen dann macht er in Versicherungen … ;-)

George | 01. March 2011, 15:46

Hat er dann genug gelogen, wird er flugs zum Pädagogen…

Paul "the Pock" | 01. March 2011, 17:22

…und hat er das dann auch vergeigt, ertränkt er sich im Gartenteich…

Onkel Lü | 02. March 2011, 09:52

Tusch, Helau und Ausmarsch.
Ich glaub ihr seid narrifiziert.

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