Ein heißer Konzertsommer steht bevor und gleich zwei Rocklegenden haben neue Tourneen angekündigt. Da wären zum einen die Luftschmitte von Aerosmith, die ab Juni auf große Europatournee gehen. Und zwar Gott sei Dank mit Steven Tyler, der nach seinem Tablettenentzug wieder unter den Lebenden weilt. Über die Motive seine Wiederkehr sagt Tyler: “Ich liebe Aerosmith und ich liebe es der Lead-Sänger dieser Band zu sein.”
Das klang vor einigen Monaten noch ganz anders. Da hatte Gitarrist Joe Perry schon das definitive Ende von Aerosmith angekündigt und diffuse Meldungen über Ersatzsänger und sogar Sängerinnen verbreitet. Doch nun scheint wieder alles paletti zu sein und die Mitsechziger können es kaum erwarten wieder auf der Bühne zu stehen. Auf den Tourauftakt beim Sweden Rock Festival angesprochen, erwidert Joe Perry gewohnt bodenständig: “We can’t wait to uncork our tour here in Sweden and I am sure the cork will hit the ceiling. ” Die Tour läuft übrigens unter dem Namen: “Cocked, Locked and Ready To Rock”-Tour. Na das kann ja nur gut werden.
Das exklusive Video der Tourankündigung
Neben einigen Stadiongigs stehen auch das Download Festival und das Graspop Metal Meeting auf dem Tourneeplan. Tief stapeln und klein anfangen ist eben nicht die Art von Tyler und Co. Auf Deutschlandkonzerte hofft man bis dato allerdings vergeblich. Das gilt übrigens auch für das lang erwartete neue neue Album, dass seit nun mehr sechs Jahren in der Pipeline schmort und sich anschickt die Chinese-Democracy-Schallmauer von Herr Rose aus Indiana zu durchzubrechen. Und trotzdem, die Live-Konzerte von Aerosmith sind seit jeher umwerfend und bieten Rock ‘n’ Roll in seiner ursprünglichsten und geilsten Form. Da lohnt sich vielleicht auch mal ein Trip nach Belgien. Das belgische Bier soll ja schließlich auch ganz gut sein.
Das größte Highlight der diesjährigen Konzertsaison steigt leider wieder mal nur in den USA: “The Wall 2010″. Eigentlich ein Wahnsinn, dass Roger Waters im gestandenen Alter von 66 Jahren nochmal ein solches Mammutprojekt angeht. Der Anlass dafür ist der 30. Geburtstag von “The Wall”, den Waters dazu nutzt, um das Spektakel nochmal komplett und mit allen Schikanen aufzuführen. Die kompletten Tourdaten gibt es hier.
Das Konzertereignis des Jahrzehnts: “The Wall Live in Berlin”
Hier muss man wirklich “aufführen” und nicht spielen sagen, denn wer die DVD Roger Waters – Rock Legends: The Wall Live in Berlin aus dem Jahre 1990 gesehen hat, weiß, dass es sich hier um kein gewöhnliches Konzert handelt, sondern um eine gigantomanisches Rockoper, die zu jener Zeit sämtliche Konzertereignisse in den Schatten stellte. Waters selbst erzählte spinner.com: ”Als ich vor dreißig Jahren The Wall schrieb, war ich ein verängstigter junger Mann -naja, so jung auch wieder nicht, ich war 36 – aber es kostete mich viel Zeit, um mit meinen Ängsten fertig zu werden. Diese neue Produktion von The Wall widme ich der verlorenen Unschuld der vielen seit dem ins Land gegangenen Jahre.”
Sehr gut Roger, wir widmen mit und checken schon mal die Ersparnisse.

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