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Kid Rock zahlt Tickets aus eigener Tasche

Wetterchaos in Little Rock, Arkansas. Rien ne va plus. Straßensperrungen, zahlreiche tödliche Unfälle und Schnee, Schnee und nochmal Schnee. Mittendrin: Kid Rock. Der sollte dort am Mittwoch, 9. Februar, ein Konzert spielen. Wie es die Art des Herrn Rock ist, fand dieses Konzert natürlich auch statt. Scheißegal und wenn die Welt untergeht: Kid Rock steht auf der Bühne. Im Irak hat er sogar mal während eines Sandsturms gespielt.  Sehr löblich möchte man meinen. Einige Besucher der Webseite des Countryrockers schienen da aber gänzlich anderer Meinung zu sein. Sie beschwerten sich, Kid Rock sei geldgierig.

Ihrer Meinung nach hätte er das Konzert absagen sollen, um zu verhindern, dass tausende Menschen unter Lebensgefahr zur Konzertlocation donnern. Darüber kann man geteilter Meinung sein, denn schließlich ist jeder für sein Tun selbst verantwortlich und kann selbst entscheiden, ob er nun zum Konzert fährt oder nicht. Und was ist mit den Fans, die seit Stunden vor der Arena aushalten und sich auf das Konzert freuen? Die einfach im Stich lassen und wieder heimschicken? Nein, das ist nicht im Sinne des Erfinders und schon gar nicht im Sinne des Künstlers. Denn diese Leute werden nie wieder kommen und sämtliche CDs auf dem Scheiterhaufen verbrennen.  Zu Recht.

Bereits am nächsten Tag folgt Rock’s Reaktion auf die schnöden Kommentare. Auf seiner Homepage verkündet er: “It’s this simple — if you bought tickets to tonight’s show and can’t make it, YOU WILL BE GETTING A REFUND, STRAIGHT OUT OF MY POCKET. I’ve never ripped any of my fans off, EVER!!! I have also NEVER missed a show.” Wow, das ist mal ein Angebot. Welcher Star würde sowas schon machen? Offen bleibt natürlich, was er genau unter refund versteht und von welchen Faktoren er eine Erstattung abhängig machen will.  Er betont jedoch weiterhin, dass er und seine Crew ja genauso vom Wetterchaos betroffen gewesen zu sein. Um das zu veranschaulichen, stellte er ein Bild eines seiner Tour-Trucks online, den es in den Straßengraben verschlagen hatte.  “Trust me when I say we understand people’s frustrations with travel to see the shows; we are dealing with it too…”

Und auf Fans, die ihn dafür kritisieren, dass er seine Fans nicht enttäuschen wollte, könne er verzichten. Sehe ich auch so, denn ich gehe davon aus, dass Kid Rock seine Kohle auch bekommen hätte, wenn das Konzert ausgefallen wäre. Das nennt man dann höhere Gewalt. Viel schlimmer finde ich es, wenn Künstler ihre Konzerte spontan absagen, wie das Kollegin Shakira kurz vor Konzertbeginn in der Frankfurter Festhalle getan hat.

Kid Rock – “Born Free” [live]

YouTube Preview Image
Geo | 13. February 2011, 22:15

….eieiei! Hoffentlich ist dieser Unsympath, der Herr Rock, bald mal von der Titelseite weggeputzt. Isch kannennetab!
Nacht!

M!CKY | 13. February 2011, 22:29

ich schon, Herr Doktor :-) aber so is das eben mit der gemackssache :-)

CU bald

Gruss M!CKY

Pete "the Rock" | 14. February 2011, 08:24

Typische Reaktion unserer Gesellschaft. Schuld sind immer die anderen. Kann man in Amerika nicht auch Gott verklagen ? Fürs schlechte Wetter ?

Basti | 14. February 2011, 09:30

@Geo: Ich kümmer’ mich drum. ;-) Kenne dieses Phänomen aber. Die lila Sonnenbrille von U2 übt auf mich eine ähnliche Wirkung aus. ;-)
@M!CKY: Richtig!
@Pete: Wie der Focus berichtet, hat das ein US-Senator das in der Tat mal versucht. Und zwar wegen “Terrordrohungen”. :-)

http://www.focus.de/panorama/welt/usa_aid_133198.html

Paul "the Pock" | 14. February 2011, 10:12

Auf nach Ammiland, wer dort zu nichts anderem mehr zu gebrauchen ist, leicht senil mit Hang zur Idiotie, wird Senator. Was für Kinder das Schlaraffenland ist, das ist Amerika für Dösköpp. Vom Tellerwäscher zum Millionär – vom Silikonjunkie zum Senator – geht doch!

lola32 | 31. March 2011, 17:49

und hier haben wir mal wieder das typische dilemma: egal was mr. rock getan hätte, irgendeiner motzt doch immer! hätte er die show gecancelt, hätten die wartenden fans zeter und mordio geschrieen (die presse natürlich auch). macht ers so, wie ers gemacht hat, schreien diejenigen, die nicht hinkonnten (die presse natürlich auch)… sagt mal, gehts noch????

ich hatte das glück, herrn rock mal kennen lernen zu dürfen. ein äußerst sympathischer, höflicher und sehr smarter künstler. ich habe bereits viele getroffen, und er war einer der angenehmsten und ehrlichsten sorte (die manchmal auch unangenehm direkt sein kann), aber der sich unglaublich gut um seine fan community kümmert. genauso wie als vater seit mehr als 17 jahren um seinen sohn.

deshalb an all diejenigen, die keine ahnung haben: vorsicht mit voreiligen kommentaren! um es mit rocks worten zu formulieren: shut the f*ck up. (er würde es nie höflicher formulieren :-) )

Onkel Lü | 01. April 2011, 16:22

wir haben hier unseren eigenen Herrn Rock. Gell, Pete?

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