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Im Süden nur Verbrecher

Also nix gegen Axl Rose oder andere durchgeknallte Stars. Aber der größte Rocker der Welt ist noch immer Kim Jong-il. Der eine verklagt Guitar Hero, weil sein Ex-Gitarrist im Videospiel auftaucht, gähn. Der andere langt gleich richtig zu. So, wie wir es vom geliebten Führer der Republik Nordkorea gewohnt sind.

Mehr als 1000 Menschen in Nordkorea sind nach Angaben der Exilantenorganisation North Korea Intellectuals Solidarity (NKIS) verhaftet worden, weil sie südkoreanische Filme und Fernsehsendungen geguckt haben. Das meldet die Agentur AFP.

Das Regime in Pjöngjang versuche, den Einfluss ausländischer Popkultur zurückzudrängen. Der Konsum ausländischer Filme und Musik ist in Nordkorea verboten. Verstöße werden NKIS zufolge mit zwei bis fünf Jahren Haft bestraft. Trotzdem gelangen nach Angaben der Organisation immer mehr CDs und DVDs vor allem aus China in das isolierte Land. Pjöngjang habe im Januar eine spezielle Polizeieinheit gebildet, um Menschen mit einem „verdorbenen Geist“ aufzuspüren.

Vor allem die südkoreanische Popkultur übt auf viele Nordkoreaner eine große Anziehungskraft aus, wie nordkoreanische Exilanten und Medien in Südkorea berichten. Das Regime in Pjöngjang gehe deshalb gegen Frauen vor, die das „verbrecherische Aussehen des Südens“ imitierten, meldete vergangenen Monat das in Seoul ansässige Internet-Magazin „Daily NK“.

Ich würde sagen: Niemand sollte das verbrecherische Aussehen des Südens immitieren. Fiese Falle.

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