Die Obits sind die neue Band von Rick Froberg, dem ehemaligen Mastermind der ehemaligen Hot Snakes. Da überrascht uns nicht, dass kräftig gerockt wird. Das Vice Magazine vergleicht den Sound des aktuellen Albums “I Blame You” (Sub Pop/Cargo) mit einer “gemütlich in Schwung gebrachten Abrissbirne, die in eine Dick Dale-Impersonator-Party rauscht”. Und das kommt ziemlich gut hin. Stellt Euch die besten Teile des Surf Rock vor und vermischt das mit einer gehörigen Portion neuem Jahrtausend. Auf jeden Fall ein echter Kracher für alle ausschweifenden Partys und viele andere Gelegenheiten, bei denen ein bisschen Schwung nicht schaden kann.
Nach ihrer langen Band-Erfahrung in der Indie- und Punk-Szene von Brooklyn kommen die Obits nun mit ihrem Debüt-Album daher, an dem sie seit 2006 gebastelt und auf dem Weg dahin auch schon viel Bühnen-Erfahrung gesammelt haben. Allerdings noch nicht so viel, denn die Perfektionisten haben sich lange nicht auf die Bühne getraut. Das erste Bootleg ihrer Konzerte verbreitete sich aber im Netz wie ein Lauffeuer. Und so wurden sie von ihrem derzeitigen Label Sub Pop eingeladen, den 20. Label-Birthday-Bash in Seattle live zu begleiten. Und da soll die Tinte auf dem Vertrag noch nicht mal trocken gewesen sein.
Das Album “I Blame You” vereint das Schönste, was Rock’n'Roll bisher hervorgebracht hat. Sie verwursteln die 30er-Jahre-Blues-Nummer “Milk Cow Blues”, singen zusammen im Motown-Stil die Ballade “Back And Forth”, rocken den Bass mit “Two Headed Coin” und lassen auf dem hier zu hörenden Track “Pine On” mal richtif die Reifen durchdrehen. Und das alles mit einem feinen Sinn für Humor. Diese Referenzen an die gute alte Zeit findet Rick Froberg auch gar nicht unschicklich. “Ich weiß, dass wir als Band nicht gerade innovativ sind. Das ist aber auch eine überschätzte Qualität. Wenn etwas musikalisch innovativ und einzigartig ist, entzieht es sich immer deiner Kontrolle. Die Dinge, die deine Band so klingen lassen, wie sie nun mal klingt, kannst du sowieso nicht ändern. Wir spielen einfach weiter das Zeug, das uns Spaß macht und kümmern uns einen Scheiß um Originalität. Die kümmert sich schon um sich selbst.” Der Drummer Scott Gursky bringt die Arbeit der Band schön auf den Punkt: “Wir spielen am Anfang im Studio einen Shangri-La-Song, aber dann kippt alles in ein heilloses Durcheinander das gar nicht mehr danach klingt, wonach es eigentlich klingen sollte. Und so funktioniert das eigentlich ganz gut.”

Obits

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Also ich finde, die rocken echt wie die Sau. Schaut Euch mal das durchgeknallte Video an.
Gut, die Mucke ist nix neues, aber das Vid hat mal echt nen Preis verdient.
@Pete: Da hast Du Recht. Aber wenigstens sind die Jungs von Obits nicht so eingebildet, als dass sie das nicht unumwunden zugeben würden.
@ Arne: stimmt. Hört sich aber recht frisch an, das ganze.