Sie ist beeindruckend, die Breitseite an Rockstars, die zu Beginn des Films aufgeboten wird: Slash hat mal bei Guns’n'Roses Gitarre gespielt, Lars Ulrich ist Schlagzeuger von Metallica, Tom Araya singt bei Slayer, und alle vereint die Bewunderung für eine Band.
Anvil, so die Meinung der Heroen, seien Pioniere gewesen, eine großartige, eine wegweisende Band. Nur leider hat kaum jemand jemals von ihnen gehört. Denn, so formuliert es Lemmy Kilmister von Motörhead: “Sie waren nicht am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Das ist alles.”
Das ist die Geschichte, die Sacha Gervasi in seiner Dokumentation “Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft” erzählt: Eine Band, die sich 1973 in Toronto gründet, Anfang der achtziger Jahre auf dem Sprung zu einer großen Karriere ist und dann einfach Pech hat. Anvil haben den Boden für eine ganze Welle an Thrash-Metal-Bands bereitet. Die sind heute Millionäre, Anvil in der Versenkung verschwunden.
Trailer – Anvil der Film
Gervasi, früher ein Roadie der Gruppe, spürt die verbliebenen Gründungsmitglieder, Gitarrist Steve “Lips” Kudlow und Schlagzeuger Robb Reiner, in Kanada auf, folgt ihnen zu ihren Jobs als Bauarbeiter und Lieferant, begleitet sie zu Vorstellungsgesprächen bei Plattenfirmen und ins Studio, wo sie ein weiteres Album aufnehmen, mit dem sie endlich den Durchbruch schaffen wollen.
Heavy Metal Unterricht mit Anvil
Gervasi nimmt uns auf eine Reise in einen Traum mit, der immer wieder enttäuscht wird von arroganten Plattenfirmenmitarbeitern, unfähigen Managern oder schlicht vom ausbleibenden Erfolg. Doch weigern sich die Musiker aufzugeben. Gitarrist Kudlow: “Es kann nicht schlimmer werden. Und wenn es doch schlimmer wird, dann habe ich es wenigstens versucht.”
Kudlow und Reiner zuzusehen, wie sie versuchen, diesen Traum doch noch zu verwirklichen, das ist mal sehr komisch, mal peinigend und vor allem sehr bewegend. Dazu muss man noch nicht einmal Heavy Metal mögen.

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Tja, das ist halt wie im richtigen Leben: Von 10000 Fußballern packt es einer, mein 12.000 Mitarbeiter zählender Arbeitgeber hat auch nur einen CEO und nicht jeder Tag kommt ein Pete “the Rock” auf die Welt
Ich kann mich kaum erinnern, wann ich darüber mal gestolpert bin, aber es ist ein paar Jahre her. Wurde Zeit, daß sich mal einer drum kümmert…
“MehrSchall” kann sich ja nicht auch noch um die kümmern *grins*
hehe, von denen hab ich auch noch ne cd in der eingemotteten sammlung stehen.
Des kanns Du Deiner OMMMAAA Erzählen!
Son Hollywood Scheiß tut Ihr Glauben??
Hmmmm… Was meint Ihr? Kann man so einen Müll einfach löschen? Ohne gleich dem Vorwurf der Zensur anheim zu fallen? Andererseits, tut ja auch nicht weh, wenn mal ein Spacko zu viel Zeit hat…
Arne: LÖSCHEN, TILT, HAU WECH DEN SCHEISS
lass doch stehen, manche diskreditieren sich von selbst am besten.
Moin ! Ich weiß zwar nicht wie ihr (bzw. Geroge) dazu gekommen ist….aber:
Lasst das bloß drin ! Ich hab mich eben köstlich amüsiert über die Filmchen, das hat doch was…und gibts auch nicht alle Tage. Zudem kann man noch heute bei Amazon mind. 10 verschieden Alben von denen kaufen, die Jungs waren also mal fleissig und sollten nicht einfach wieder in den Müll gekloppt werden…
Und wer dann mal was richtig geiles in Sachen Anschauungsunterricht “wie spiele, und filme !, ich einen perfekten Gig” sehen und hören will….:
Alter Bridge – Live from Amsterdam (DVD) Mir sind gestern mal fast wieder die Tränen vor Freude gekommen… einfach kaufen, reinlegen, aufdrehen und…geniessen. Für mich einer der besten New-Bands der letzten 10-20 Jahre.
Have fun, schönes WE für alle, viel Spaß im Rind – Cheers & Peace
@Gerhard: Ich meinte eigentlich Hansi, nicht den ursprünglichen Artikel. Aber ich bin da ganz Colins Meinung…