Schweiß an der Decke. Bier im Kragen. Wie soll ein harmloser Konzertbesucher solche Belästigungen wegstecken? Ein Tipp: Wild herum hüpfen und Arme und Beine durch die Luft wirbeln. So halten es jedenfalls die Besucher bei Auftritten der Peacocks. Das Trio erweckt mit Schlagzeug, Gitarre und Kontrabass die 50er Jahre zum Leben. Ihr Publikum dankt es mit Pogotanzen.
Die Musik der Peacocks steht für eine explosive Mischung aus Psychobilly, Rockabilly und saftigem Punkrock. Nach drei Jahren des langen Wartens freuen sich ihre Fans nun über das neue Album “After All”. Seit Anfang März steht die Platte im Laden.
Nachdem die Brüder Hasu und Simon mit Drummer Jürg für die Aufnahmen des letzten Albums “Touch and Go” bis in die USA gereist sind, bleiben sie bei “After All” ihrer Heimat treu und spielen die Songs in einem Schweizer Studio ein.Die Platte kommt mit einem Mix aus Country und Rock’n'Roll daher. Klassische Musikstile, aber neu kombiniert. Die Peacocks tragen gleichzeitig Cowboyhut und Elvistolle auf dem Kopf. Und einen Nietengürtel an der Hose.
Da lässt das einzige ruhigere Lied ”Better Times” den Zuschauer verwundert aufhorchen. Allerdings nur kurz. Denn danach geht es weiter mit schnellen Drums und verzerrtem Gitarrensound.

Für die Deutschen sind die Peacocks übrigens noch ein echter Geheimtipp. In Japan haben es die Pfauen schon 2001 auf den ersten Platz der Indie-Charts gebracht. Mit ihrer Single “Anger and Demand”. Kein Wunder also, dass sie im alten Nippon regelmäßig zu Gast sind.
Aber keine Sorge: Nach Deutschland kommen die drei natürlich auch noch. Obwohl sie seit 20 Jahren auf der Bühne stehen: Ans Aufhören denken die schweizer Jungs noch lange nicht. Bis August haben alle Musikbegeisterten noch die Möglichkeit, die Pfauen live zu sehen: Solange sind sie nämlich mit der neuen CD noch auf Europatour.
Gimme More – The Peacocks

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