Metal-Puristen der frühen Generation erleiden früher oder später alle das gleiche Schicksal: Die Harley verstaubt in der Garage, die Frustration über aktuelle Musik ist kaum noch in Worte zu fassen und die Haare werden grau oder fallen ganz aus; so wie im Falle von Rob Halford.Obwohl der genaugenommen seit 30 Jahren kaum noch Haare hat. Genauso alt ist auch “British Steel”, eines der besten und erfolgreichsten Alben seiner Band Judas Priest. Im Jahre 1980 veröffentlicht, galt es als eines der Pionier-Alben der New Wave of British Heavy Metal.
Anfang der Siebziger ursprünglich als reine Bluesband gegründet, kristallisierte sich nach zahlreichen Besetzungswechseln nach und nach das heute bekannte Line-Up von Judas Priest heraus. Wie üblich war alles eine Verkettung glücklicher Zufälle: Als die Band mal wieder auf der Suche nach einem Sänger war, gab Bassist Ian Hills damalige Freundin Sue Halford an, einen sangestüchtigen Bruder zu haben, den man kurzerhand zum Vorsingen einlud. Der Rest ist Musikgeschichte. Der Bandname “Judas Priest” ist übrigens ein echter Dylan (!), denn der alte Bob veröffentlichte in grauer Vorzeit einen Song namens The Ballad of Frankie Lee and Judas Priest. Betrachtet man die spätere musikalische Entwicklung der Band, hat das schon etwas kurioses.
Ihr erstes Album Rocka Rolla veröffentlichten Judas Priest im Jahre 1974. Zu dieser Zeit spielten sie vor allem Blues und Rock. Erst das zweite Album Sad Wings of Destiny (1982) mit dem Song “The Ripper” ließ die spätere Hinwendung zum Metal am Horizont erahnen, die dann im ersten Major-Album Sin After Sin (1977) voll zur Geltung kam. Inzwischen hatte man sich vom britischen Underground gelöst und tourte als Supportband von Led Zeppelin und AC/DC durch die ganze Welt. Ihren musikalischen Schaffenshöhepunkt erreichten die Priester dem besagten Album British Steel, dass sich als wahrer Verkaufsschlager herausstellte und der Band zu internationaler Popularität weit über die Genre-Grenzen hinaus verhalf. Songs wie “Breaking The Law” oder “Living After Midnight” sind bis heute Stammgäste auf jeder guten Metal-Party.
Judas Priest – “Breaking The Law” (Live 2004)
“Living After Midnight” als Rob Halford noch Haare hatte
Pünktlich zum 30. Geburtstag des Hammer-Albums, hat Sony Music nun eine 3oth Anniversary Edition aufgelegt. Diese beinhaltet neben einer remasterten Version von British Steel, auch eine Live-DVD, die alle einschlägigen Priest-Tracks der British-Steel-Ära enthält. Oben drauf gibt es noch ein 30-minütiges Making-Of.
Klar kann man das Ganze als Überbrückungsschmankerl auffassen, aber gerade für Neueinsteiger bietet die 30th Anniversary Edition einen guten Einblick in das Priestsche Schaffen früherer Tage. Und die Live-DVD ist darüber hinaus auch nicht von schlechten Eltern. Und: Auch wenn Rob Halford, K. K. Downing und Glenn Tipton ihre besten Tage hinter sich haben und die letzten Alben nicht mehr an die Erfolge der Achtziger anknüpfen konnten, sind und bleiben Judas Priest eine Band mit dem Prädikat: “Oft kopiert, aber nie erreicht.”

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Ich liebe ja die JUDAS PRIEST- Version JOHNNY B. GOODE auf dem Album RAM IT DOWN
Ich glaube, ich bin ein Cover- Junkie
Lieber Onkel,
Was hältst du von “Diamonds and Rust”???
Das ist ja auch ein Cover von Joan Baez, der alten Kiffer-Maus
Und die Priest-Version ist einfach der Hammer!
Jo, Goil und allemal besser als Joan Baez, aber Joan ist zumindest in den älteren Videos schnuckeliger als Rob jemals war
Ich glaube, wir müssen die Cover-Gruppe hier mal wieder aufleben lassen, wa?
Na das ist doch die perfekte Basis für eine Hessen-Rockt-Band 2011. Einziger Wehmutstropfen: Bei Judas Priest kommte keine Trompete vor.
Aber da gibt es bestimmt noch andere Möglichkeiten.
Bei Depp Purple auch nicht
‘sch meinte Deep Purple