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silent seven helfen

2010.09.13_silent_aufOrgelmusik ist ja schön und gut. Aber warum die Spitzenakustik in Gotteshäusern nicht auch für Rockkonzerte nutzen? In der Bibel steht schließlich nirgends, dass in Kirchen immer nur die Orgel ertönen darf. Pauken und Trompeten sind im heiligen Buch viel eher erwähnt.

Pauken und Trompeten passen auch gut zur Breidensteiner (bei Marburg) Band silent seven. Nicht, weil die sechs jungen Leute sich der Blasmusik verschrieben hätten, eher im Gegenteil, weil: Metapher. Es handelt sich bei „silent seven“ um eine astreine Rockband, die üblicherweise mit Pauken und Trompeten auf die Bühne stürmt.

silent seven – You Shook Me All Night Long

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Üblicherweise. Demnächst gibt’s die sechs auch leise in der Kirche. Genauer: In der Stadtkirche Biedenkopf. „Die ist für ihre gute Akustik bekannt“, sagt Jan-Patrick Wallentin, der Schlagzeuger bei silent seven. Klingt ganz logisch, ist aber ein bisschen komplizierter. Silent seven spielen nicht einfach mal so in der Kirche. Sie laden für Samstag, 27. November, 20 Uhr, zu einem Benefiz-Unplugged-Konzert ein.

Den Erlös des Abends wollen die Breidensteiner der Aktion Fans helfen zukommen lassen. Das wiederum ist eine Benefizaktion, die die Band Silbermond nach der Flutkatastrophe in Südostasien im Jahr 2004 gestartet hat. Seither finden die Silbermonde jedes Jahr neue Hilfsbedürftige, die sie mit ihren Fans zusammen unterstützen.

Ein erfolgreiches Jahr

2010.09.13_silent_1Aber wie sind silent seven darauf gekommen, Silbermond zu unterstützen? Das ist eine schöne Geschichte. Silent seven haben zunächst nur nach einer Idee zum Saisonausklang gesucht. „Wir wollten ein erfolgreiches Jahr würdig abschließen“, erzählt Wallentin. 37 Konzerte hat die Gruppe 2010 gespielt, so viel wie nie zuvor.

Nach der Teilnahme am Wettbewerb „Hessen Rockt“ hat die Band einen Boom erlebt. „Hessen Rockt hat uns weiter geholfen“ sagt Wallentin. Seit dem Konzert im Februar in der Alten Piesel in Fulda hätten sich Anfragen gehäuft. Und nach lauter lauten Konzerten hat die Band sich eben einen leisen Abend zum Abschluss gewünscht – unplugged. In einem schönen Ambiente: der Stadtkirche in Biedenkopf.

Dazu haben sie aber erst einmal vorspielen müssen. „Der Pfarrer ist zu uns in den Proberaum gekommen“, erzählt Wallentin. Hernach zeigte sich der Gottesmann angetan von den jungen Leuten. Seine einzige Bedingung: Ein Benefiz-Konzert soll es sein. Ein Vorschlag, der silent seven gut gefiel. Und weil Schlagzeuger Wallentin ein Silbermond-Fan ist, fiel ihm auch sofort das richtige Spenden-Projekt ein: “Fans helfen”.

Sponsoren gesucht

Das hat das Management der Monde zwar ein bisschen verwundert. Die Band selbst hat sich aber durchaus angetan gezeigt vom Engagement der Breidensteiner. Die dürfen nun Ende des Jahres den Scheck mit ihrem Benefiz-Erlös persönlich überreichen.

Dafür müssen sie aber erst einmal etwas erlösen. „Wir suchen noch ein paar Sponsoren“, sagt Wallentin. Eine ganze Reihe von Unternehmen haben bereits zugesagt. Zum Beispiel „Das Musikhaus in München, bei dem ich immer meine Becken bestelle.“

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