Hoher Besuch in der Ferropolis: Der Video-Künstler Chris Cunningham gibt sich die Ehere und bereichert das multimediale Crossover-Festival “Melt!” mit einem DJ-/Video-Set. Wer sich ein bisschen mit dem Medium Musikvideo beschäftigt, kommt an dem britischen Regisseur nicht vorbei. Zu seinen bekanntesten Werken gehören wohl „Second Bad Vibel“ von Autechre, „Afrika Shox“ von Leftfield, “Come On My Selector“ von Squarepusher, “Frozen“ von Madonna, „All Is Full of Love“ von Björk, “Come to Daddy“, „Windowlicker“, „Flex“, „Rubber Johnny“ und „Monkey Drummer“ von Aphex Twin, sowie „Sheena is a Parasite“ von The Horrors.
Auf dem Melt! Festival vom 16. bis 18. Juli in der Ferropolis (einem Expo-2000-Monument) in Gräfenhainchen (Sachsen-Anhalt) ist der 40-jährige Brite als VJ und DJ gebucht. Sein Hang zum Horrorfilm ist in den Videos zu spüren und zu sehen, was sich vortrefflich in das monumentale Gebilde aus alten Braunkohlebaggern einfügen wird.

Ein echter Klassiker von Chris Cunningham ist “All Is Full Of Love” von Björk, das zwar eindeutig seine Handschrift trägt, aber noch zu den wohl allgemeinverträglichsten Videos gehört, die von ihm produziert wurden.
Schon heftiger wird es dann bei einer der zahllosen Arbeiten für Aphex Twin, zum Beispiel bei dem äußerst verstörenden Video zum 90er-Jahre-Klassiker “Come To Daddy”.
Aber auch losgelöst von diesem bemerkenswerten Auftritt von Chris Cunningham hat das Festival für alle Liebhaber zeitgenössischer Musik sicherlich die eine oder andere Perle im Programm. Zumindest, wenn man sich mit dem Grundgedanken des Festivals anfreunden kann. Wie der Titel “Melt!” schon verrät, werden hier die Styles in einen Schmelztiegel verpackt und die Besucher sind ausdrücklich dazu angehalten, mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.
Hier dann das komplette Programm von Melt!:

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