Gute Musik ist wichtig. Aber nicht das Wichtigste. Das ist nämlich: Gemütlichkeit. Das Stalburg Theater hat seine Aktivitäten mal wieder nach draußen verlegt. Im nördlichen Teil des Günthersburgparks in Frankfurt steht eine schöne große Bühne, davor ein paar Bänke und Buden. Das nennt sich dann: Stoffel.
Ulkiger Name. Für Außenstehende klingt das ein bisschen abweisend, hessisch halt. Ein stoffeliges Festival. Frankfurter wissen aber Bescheid. Der Titel ist ein Wortspielchen. “Stoffel” steht für Stalburg Theater offen Luft. Und wer dann noch weiss, dass Michi Herl Teil der Geschäftsführung des Theaters ist, lehnt sich endgültig entspannt zurück. Herl, der sich beim Hessischen Rundfunk ein Hausverbot einhandelte, weil er das Haus als “Schnarchsender” betitulierte, steht wie kein anderer für rauhe Herzlichkeit und eben: Gemütlichkeit.
So ist das Stoffel ein vierwöchiges Familientreffen, bei dem täglich um 18 und um 20 Uhr Musik, Kabarett, Lesungen und Theater auf dem Programm stehen. Wie auf der Website des Theaters zu lesen ist:
Dazu legendäre Würste aus Biofleisch, Grillkäse, Bier, Wein, Apfelwein und andere prima Getränke, eine ungeheure Menge Senf und eine unüberschaubar große Anzahl Menschen von nie dagewesener Schönheit und Anmut. Das Ganze ist auf einer großen Wiese über der Stadt mit unverbautem Blick über die Frankfurter Hochhäuser – und alles bei freiem Eintritt!
Bis Sonntag, 15. August läuft das Festival noch. Das Programm ist mannigafltig. Kay Ree ist da, Cris Cosmo, Rekorder, The Down Home Percolators & The Grinder, unsere Jungs von X-it, der Mundart-Chefdichter Rainer Weisbecker und und und…
Stellvertretend für den Wust an spannenden Dingen, möchte ich hier auf das Konzert von Shoyfler (Foto oben) am Sonntag, 25. Juli, 18 und 20.30 Uhr hinweisen. Tragikkomische Texte zu Musik zwischen Brecht/Weill, Schlager, Tom Waits, Blasmusik, Latin und Postpunk. Kostprobe:
Shoyfler – Subtiler
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Shoyfler – Was ist das für ein Tag?
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
Shoyfler – Geronto
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Kommentiere diesen Artikel
















… und natürlich Iso Herquist und zwar am 1. August!
Also: Man sieht sich bei der einen oder anderen Veranstaltung!
Am 1. August bin ich blöderweise im Urlaub. Mist Mist Mist.
Ja, das ist natürlich dumm gelaufen! Aber ich mache Fotos. Die kannst du dir dann ja ansehen!
eieiei, Stoffel könnte so schön sein wenn da mal richtige Mucke gemacht werden würde und nicht nur so ein Kopfgeburtenkram wie von diesem Ex-U-Bahnkontrollör. Und die Monotones zur Eröffnung waren der blanke Horror mit dieser pseudointelektuellen Tusse die geglaubt hat sie muss Mario Barth spielen. Fehlt nur noch das da oben einer mit ner Pfeife aus einem Lutscher steht un herumträllert, das finden die Veranstalter bestimmt geil….
Jaaaaaaaaaa, der Pete ist wieder da! Es gibt ihn tatsächlich noch – Welcome back. Ich selbst war leider nicht vor Ort, da ich andererorts die Klampfe quälen musste. Deshalb kann ich die von dir geäußerte Kritik weder bestätigten noch widerlegen. Kay Ree habe ich auf dem letzten MUF gesehen und war begeistert. Ist zwar auch nicht meine Musik, aber man kann die Leistung einer Band oder eines Künstlers trotzdem als hochrangig ansehen, auch wenn es sich nicht gerade um das eigene Lieblingsgenre handelt.
Die Monotones habe ich von anderen Konzerten eigentlich durchweg gut in Erinnerung. Hat dich in erster Linie das Gelaber “dieser pseudo-intelektuellen Tussi” gestört oder fandest du auch die musikalische Darbietung schlecht? Weil das kann ich mir bei den Monotones echt schwer vorstellen….
@ Pete: Die Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden. Ich finde, dass sich das Stoffel – gerade weil es nicht mainstream ist – sehr schön von allen anderen Veranstaltungen in und um Frankfurt abhebt. Ist halt sehr chillig, hat was von Urlaub und die Leute sind durchweg gut drauf.
Wer Rockmusik möchte, ist dort nicht richtig, aber davon gibt es ja jede Menge auf anderen Veranstaltungen (Bergerstraßenfest, MUF, Open Doors, Trebur Open Air, Flörsheimer Open Air, etc.).