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Die Straße beleben

2010.08.12_Grueneburgweg_aufEin Jahr haben die Vorbereitungen gedauert. Jetzt haben die Menschen im östlichen Westend endlich ihr eigenes Straßenfest. Kommendes Wochenende können sie sich an Bühnen und Buden des Grüneburgwegfestes erfreuen. Ins Leben gerufen haben die Fete die Geschäftsleute aus der Straße, die dafür vergangenes Jahr eigens eine Interessengemeinschaft gebildet haben.  Ihr Ziel: für ihr Angebot zu werben und die Straße etwas zu beleben.

Und wir beleben natürlich mit. Die Frankfurter Rundschau bestückt die große Live-Musik-Bühne an der Ecke Grüneburgweg / Eschersheimer Landstraße mit einer Auswahl an rockigen und jazzigen Bands.

Samstag, 14. August

2010.08.11_anselmwildDen Samstag eröffnet der Frankfurter Schlagzeuger Anselm Wild. Zu sehen und hören von 12 bis 15 Uhr. In seiner Formation Anselm Wild & Friends (wechselnde Besetzungen) präsentiert er Jazz-Standards. Mal traditionell, mal im Wechselspiel mit House-Grooves. Der Zug rollt durch die Welt, über Latin hin zu Bossa und zurück zum Swing.

2010.08.11_gastoneVon 15 bis 16.15 Uhr unterhält dann Gastone das Publikum. Der gebürtige Italiener, der in Frankfurt aufgewachsen ist, zeigt wie schön, einfach und direkt die deutsche Sprache sein kann. Er findet poetische Bilder für Gefühle, die dabei präzise und klar verständlich den Nagel auf den Kopf treffen. Zu hören bekommt man kraftvollen Pop Rock, zerreißende Balladen und ein wenig Blues.

2010.08.11_amigosIm Anschluss bringen Los Amigos karibisches Flair auf die Bühne. Die fünf lustigen Vögel grooven sich von 16.15 bis 18.45 Uhr mit Latino, Ragga, Reggae, spanischen Rumbas und was ihnen sonst noch so einfällt in den frühen Abend. Vorsicht! Das kann zu rassigen Tanzeinlagen und wildem Bänderschwenken verführen.

2010.08.11_MilchmaedchenDanach spielen Milchmädchen bis 20 Uhr wildwüchsige Deutsch-Pop-Perlen. Die hausgemachten Songwunder werden von den fünf Frankfurter/innen mal heißblütig, mal samtig, vor allem jedoch immer ehrlich dargeboten. Eigenwillige wie eingängige Melodien treffen auf krachige bis liebesbedürftige Textzeilen, die ein (Sängerinnen-)Leben so schreibt.

2010.08.11_SoundDen Tanztee beschließen die jungen Leute der Sound Section aus Weiterstadt. Von 20 bis 23 Uhr liefert die Truppe Funk-, Soul- und Rock-Cover. In gewohnter Qualität. 2010 stand die Sound Section im Finale von Hessen Rockt und begeisterte mit originellen Arrangements, großartiger Bühnenshow und viel Spielfreude. Schließlich ist auch “Volle Fahrt voraus” das Motto der elfköpfigen Gruppe.

Sonntag, 15. August

2010.08.11_TochtermannDer Sonntag beginnt gemütlich. Daniel Tochtermann lümmelt zwar nicht auf dem Sofa. Sein “Acoustic Guitar Entertainment” eignet sich aber hervorragend zum Lauschen und Träumen. Wir begegnen Eric Clapton, den Beatles, Stevie Wonder, dem Buena Vista Social Club, Bossa Nova und Stücken aus Brasilien. Letztere hat der Musikus am Zuckerhut selbst aufgegabelt.

2010.08.11_kennethGemütlich geht es weiter. Über Kenneth Minor schreibt das Magazin Folker: “Das Trio setzt aufs Ungeschmickte– ein paar Gitarren, flirrende Keyboardklänge, Tamburin und eine unaufdringliche Stimme. Manche Songs haben eine spürbare Nähe zu den Beatles, beziehen sich auf ihre swingenden Ragtimestücke und Countryballaden, doch gibt es auch mystisch-verträumte Nummern. ‘Beatfolk’ wäre das passende Etikett.” Von 14 bis 15.15 Uhr.

2010.08.11_jana2Poetisch verträumt geht es ab 15.15 Uhr zu. Jana Josephinas Songs wandeln zwischen Elektro-Pop und französischem Chanson. Textlich dreht sich das Liedgut vornehmlich um Herzensangelegenheiten – aus Frauenperspektive betrachtet. „Es dreht sich mein Karussell. Das Karussell der Liebe. Billets habe ich gezogen. Viele. Probiere viele Pferdchen aus. Alle sind schön und gut und gehen hoch und runter zur Musik. Eines ist meines. Welches? Mit jedem teile ich eine Geschichte. Und dieses? Eine Runde. Noch eine Runde. Noch ein Lied. Und noch ein Lied. Für Dich?“

2010.08.11_HabitatNachmittags, ab 16.30 Uhr,  kommen Freunde anspruchsvoller HipHop-Kultur auf ihre Kosten. Habitat Espressivo kombinieren Jazz mit Sprechgesang. Textlich halten sie sich von Klischées und Gangster-Allüren fern. Musikalisch finden sie stets einen guten Mix aus sanften Improvisationen, treibenden Beats und funkiger Note.

2010.08.11_BoptownsUnd der Abend gehört dem Rock’n'Roll. Es treten an: The Boptown Cats aus Marbug. Die Sieger von Hessen Rockt 2010 warten auf mit Klassikern und Rockabilly aus den 50er Jahren. Schwungvoll und unterhaltsam dargeboten von vier ehrlichen und echten Typen. Die außerdem ein echter Familienbetrieb sind: vier Cousins.

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