In den neuen Bundesländern sind sie das, was BAP für Köln sind: Idole, Aushängeschilder, kulturelle Botschafter. Irgendwie waren sie schon immer da und haben den Osten musikalisch geprägt wie kaum eine andere Band. Und auch nach 41 Jahren Bandgeschichte denken die Puhdys noch lange nicht ans Aufhören. Stattdessen betonen sie immer wieder: “Wir spielen bis zur Rockerrente.” Wann die genau einsetzt, weiß niemand. Klar ist jedoch, dass die Puhdys offensichtlich immer noch genügend Fans haben, um ihr Versprechen einzulösen. Auf ihrer grobgeschätzten 120. Deutschland-Tour machen sie morgen im Offenbacher Capitol halt.
Nun gewinnt man in der öffentlichen Darstellung immer den Eindruck die Puhdys seien so etwas wie eine ostdeutsche Schlagerband. Deutsche Texte neigen ja immer auch ein wenig dazu, kitschig zu klingen. Wer sich aber mal eines der neueren Alben der Band anhört, wird feststellen, dass es hier stellenweise wirklich extrem rockig zur Sache geht. In ihrem aktuellen Programm lassen die Berliner die Rockgitarre aber mal bewusst zu Hause und setzen ausschließlich auf akustische Instrumente. Ein gediegener Abend mit einem Teil der ostdeutschen Geschichte steht bevor. Los geht’s um 20 Uhr.

Kommentiere diesen Artikel















