Telekinesis ist eigentlich keine Band – es ist viel mehr ein Gefühl. Das Gefühl von Tiefgründigkeit und Frohsinn ausgedrückt in einer musikalische Botschaft. Irgendwo zwischen Indie und Pop schwelgt die Musik von Michael Benjamin Lerner, der seit April 2009 unter dem Namen Telekinesis wunderschöne Musik veröffentlicht. Eigentlich steht seine Heimat Seattle ja eher für frustrierten Grunge der Cobainschen Prägung; mit seinem im letzten Jahr veröffentlichten Debüt-Album stellte der Schlagzeuger, Gitarrist und Sänger jedoch unter Beweis, dass es im Staate Washington auch fröhliche Musiker gibt.
In seinen Songs besingt er die alltäglichen Dinge des Lebens – immer authentisch und niemals zu plakativ. Und irgendwie stellt sich bei der Klanglektüre seiner Songs immer so etwas wie Tiefenentspannung ein. Selbst ein Song mit dem etwas irreführenden Titel “Dirty Thing” klingt eher nach frisch, fromm, fröhlich, frei als nach einer vermeintlichen Dirty Diana. Man kann ja ruhig auch mal nostalgisch die schönen Dinge des Lebens besingen, sich in sein Cabrio schwingen und die Küste entlangdonnern.
Telekinesis – “Dirty Thing”
Da der heimatverbundene Hesse hierzulande allerdings nur schwer in den Genuss eines Cabrios inklusive Küste kommen kann, muss er sich anders behelfen – zum Beispiel durch den Besuch eines Live-Konzerts. Und wie es der Zufall so will, kommen Telekinesis am Donnerstag, 25. November nach Frankfurt – genauer gesagt in die Hazelwood Studios in der Westerbachstraße. Dort werden Lerner und Band auf der Yellowstage als Co-Headliner der Flashguns aufspielen und ihr im Oktober erschienene EP Parallel Seismic Conspiracies präsentieren. Wer sich schon mal reinhören will, sollte mal auf der Myspace-Seite der Band vorbeischauen. Los geht ‘s um 20 Uhr. Karten sind für extrem schmackhafte 10 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf zu haben.

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