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And the Oscar goes to…

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Finale ohooo… Am Samstag geht es in die heiße Endrunde von Hessen Rockt. Und getreu dem Motto “schöner geht immer” haben wir für das letzte Konzert eine ganz besondere Location ausgewählt: Das Capitol. Neben der Stadthalle zählt das Gebäude zu den wichtigsten Locations in Offenbach.

Besonders beliebt ist das Capitol bei Veranstaltern und Gästen wegen seines besonderen Charmes. Das Glasdach des Foyers bietet einen freien Blick auf den Himmel. Der Baustil erinnert an einen altrömischen Innenhof und trägt daher zurecht den Namen Atrium (Bild oben). Von hier aus führt der Weg in das Prachtstück des Capitols: das Palladium (Bild unten). Es wird durch eine Galerie gesäumt, die einen perfekten Blick auf die 220 Quadratmeter großen Bühne bietet.

Hier können die Künstler und Veranstalter ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Trapezkünstlern schwingen sich durch den Raum. Konstrukteure präsentieren Fahrzeuge. Wagemutige Abenteurer legen gar eine Punktlandung mit dem Segelflieger hin. Fast nichts ist unmöglich. Hinter der Galerie liegt eine Lounge mit großer Bar und lädt während Veranstaltungspausen zum Beisammensitzen ein. Ob 20 oder 1500 Gäste: Das Capitol bietet allen Events ein stilvolles Ambiente.

Auslauf für die Hessenrocker

Auch die Hessenrocker dürften sich in diesem Umfeld wohl fühlen. Auf das Trapez werden wir wohl keinen zwingen. Aber gute Musik gibt es reichlich. Ganz im Sinne der Hausverwaltung. „Gerade für Newcomer ist es etwas Besonderes, auf einer so großen Bühne zu stehen und eine breite Publikumsmasse anzusprechen. Und wir bieten den Musikern diese Möglichkeit gerne,“ sagt Veranstaltungsleiterin Kati Stiebing.

Und dann ist da ja noch die oft beschriene Rivalität zwischen Frankfurt und Offenbach. Hessen Rockt beteiligt sich an dieser Fehde nicht. Der Hesse an sich ist ja weltoffen, Rock kennt sowieso keine Grenzen und Offenbach liegt obendrein geografisch gesehen im Herzen des Landes. Darum ist der Standort für das Finale ideal.

Die alte Synagoge

Dabei ist es fast schon ein Wunder, dass das Capitol das letzte Jahrhundert ohne größere Schäden überstanden hat. 1912 ergreifen Max Goldschmidt, Vorsteher der jüdischen Gemeinde, und Siegfried Guggenheim die Initiative und lassen in Offenbach eine Synagoge erbauen. In der Pogromnacht des 9. auf 10. Novembers 1938 zerstört ein von SA-Schergen gelegtes Feuer das gesamte Inventar. Das Gebäude selbst bleibt unversehrt.

Einerseits ein großes Glück – dann auch wieder nicht. Zwei Jahre später verlegt Kinobetreiber Georg Ruttmann sein „National-Theater“ dorthin. Die Nationalsozialisten erkennen den Charme der Räume und nutzen sie für ihre Veranstaltungen. Dann das nächste Wunder: Die Bombenangriffe auf Offenbach im Zweiten Weltkrieg übersteht das Haus ohne große Beschädigung.

Nach dem Krieg nimmt die jüdische Bevölkerung das Gebäude nicht mehr als Gotteshaus in Anspruch. Zu groß ist das Gebäude, zu klein die Anzahl der Rückkehrer. Sie überlassen es der Stadt Offenbach für eine öffentlich-kulturelle Nutzung – für Theater, Opern und Operetten. Später wird das Haus zur Spielstätte für das legendäre Musical Tommy – nach dem gleichnamigen Album und Film von The Who. 1998 übernimmt die Stadt Offenbach wieder die Regie in der alten Synagoge und gründet darin das Capitol.

Hollywoodflair in Offenbach

Jetzt tritt auch erstmals das neue Erkennungsmerkmal in Erscheinung: Eine weiblich geformte Figur, die an die Emilie auf der Kühlerhaube des Rolls Royce oder den Oscar erinnert. Die Anlehnung an die Filmtrophäe Hollywoods stellt sich als gute Wahl heraus. Das Haus liefert nicht nur Hessen Rockt einen würdigen Rahmen für das Finale. Offenbach und die Region genießt Dank des Capitols eine überwältigende Zahl an kulturellen Angeboten.

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